Gesund essen, Umwelt schonen, Klima retten – was denn noch?

Titelbild Gesund essen, Umwelt schonen, Klima retten - was denn noch?

Gesund essen, Umwelt schonen, Klima retten – was denn noch?

Zur Zeit beschäftigt mich wieder ganz stark ein Thema, über das ich schon mal gebloggt habe. Nämlich das große Paket „Was kann man denn eigentlich noch essen?!“

Falls Du meine beiden Artikel dazu noch nicht kennst, hier kannst Du sie nachlesen:

Zum Blogartikel Was kann man denn eigentlich noch essen?

Zum Blogartikel Was kann man denn eigentlich noch essen, Teil 2

Heute rückt aber ein anderer Aspekt in den Vordergrund, nämlich die Frage: Ja, was sollen wir Verbraucher denn eigentlich noch alles beachten und tun und korrigieren?? Anlass dazu ist unter anderem eine Veröffentlichung von Ökotest:

Ökotest: „Das schlimmste Unternehmen der Welt“ (Link)

Ganz ehrlich, mich regt das auf, dass ich bei jedem Lebensmittel darüber nachdenken soll, ob das jetzt

– vom richtigen Hersteller
– mit den richtigen Zutaten
– ohne Gentechnik
– ohne Massentierhaltung
– ohne Umweltschädigung
– regional und/oder bio und/oder fair
– ohne Plastik
– ohne Ausbeutung von irgendwas
– undundundundund

produziert wurde. Können wir denn eigentlich noch guten Gewissens einfach überhaupt irgendetwas einkaufen?

Gesund ernähren sollen wir uns auch(Foto: Pixabay)

Gesund ernähren sollen wir uns aber ja auch

Und dann sind da ja auch noch die ganzen Ernährungsempfehlungen, denn „gesund ernähren“ sollen wir uns ja auch noch!

Wir sollen viel Gemüse und Obst (Aber das Plastik! Die Monokulturen!), möglichst oft Fisch (Aber die Überfischung! Die Aquakulturen mit ihren Antibiotika!), Fleisch möglichst aus regionaler Biohaltung (Tierleid! Massentierhaltung!), den diversen Lebensmittelsiegeln können wir auch nicht blind vertrauen und abends um 17.00 Uhr, wenn nach der Arbeit noch schnell was eingekauft werden muss, hat halt auch kein Wochenmarkt mehr offen (wenn überhaupt einer vor Ort ist). Ach ja, selberkochen mit frischen Zutaten nicht vergessen!

Das ist echt anstrengend! Und vor allem ist Einkaufen, Kochen und Essen so überhaupt nicht entspannt und genussvoll!

 

Wie kriegen wir als Verbraucher den Spagat hin? 

Frau macht Spagat(Ich kann leider keinen Spagat, deshalb – Foto: Unsplash)

 

Ja, jetzt ist guter Rat teuer. Und ich habe leider eben auch keine Patentlösung dafür … ABER: Du kannst auf jeden Fall einen für Dich möglichen Weg finden. Zwar einen mit Kompromissen, aber das ultimative Nonplusultra gibt es hier einfach nicht.

Triff kleine Entscheidungen

Ganz ehrlich: Wir können nicht im Alleingang die Welt retten, und wir können die Zeit auch nicht mal eben 25.000 Jahre oder auch nur 100 Jahre zurückdrehen. Wir können nur in unserem eigenen überschaubaren Handlungsfeld das Bestmögliche tun – und das eben auch nicht jeden Tag.

Ich möchte Dir gerne ein paar Anregungen und Impulse geben, wo Du ansetzen könntest:

  • Nicht alles, was angeboten wird, musst Du auch kaufen
    Kaufe wirklich nur die notwendigen Lebensmittel, die auch auf dem Einkaufszettel stehen. Keine Spontankäufe, nur weil etwas gerade da oder im nur-heute-und-dann-nie-mehr-Angebot ist!
  • Entscheide für Dich, was Dir wichtiger ist
    (Hier am Beispiel Kein Plastik oder regionale Herkunft)
    Besonders bei Gemüse und Obst bekommen wir seltenst alle Anforderungen unter einen Hut, wenn wir nicht gerade auf dem Markt einkaufen. Also entweder bio oder regional, dann ist oft Plastik drumrum. Unverpackt hat das Lebensmittel vielleicht eine längere Reise hinter sich. Wenn Du im Discounter einkaufst, ist es nochmal schwieriger.
    Setze für Dich hier klare Grenzen, was Du akzeptieren kannst und was nicht. Obst und Gemüse (z. B. Äpfel oder Möhren), die heimisch angebaut werden, müssen nicht aus Übersee kommen!
  • Versuche, Fertiglebensmittel zu vermeiden
    Also keine TK-Pizza, keine Mikrowellengerichte, kein 5-Minuten-Dingsbums. Wenn Du beim Einkaufen den Unterschied zwischen den guten und den schlechten Freunden bei den Lebensmitteln machst, ist schon ein großer Schritt getan. Die Kunst besteht manchmal einfach darin, Überflüssiges nicht zu kaufen (siehe Punkt 1).
  • Nimm nicht alle Informationen wahllos an
    Ja, heutzutage leben wir mit einer Überinformation. Noch nie war es für uns so einfach, Informationen zu bekommen oder auch zu verbreiten. Dummerweise kommen viele davon mit dem Allmachtsanspruch und der Moralkeule daher und machen uns nur noch mehr schlechtes Gewissen. Das reicht von dem Anspruch, was wir für unsere Gesundheit essen sollen bis hin zu „die Umwelt retten“. Du darfst Dich hier durchaus auch mal abgrenzen!

 

Wie sind Deine Erfahrungen?

Wie erlebst Du die Konsum- und Essenswelt um Dich herum? Was denkst Du über dieses Thema und magst Du vielleicht Deine Kompromisse mit uns teilen?

In diesem Sinne
bleib selbst-bewusst


Deine Wegweiserin im Ernährungsdschungel

2 Gedanken zu „Gesund essen, Umwelt schonen, Klima retten – was denn noch?

  1. Liebe Anja,
    vielen Dank für diesen Artikel. Du bringst das Problem gut auf den Punkt und gibst hilfreiche Empfehlungen. Ich sehe das auch so, dass ich nicht alles perfekt machen kann und dass ich mich auf das konzentriere, was mir wichtig ist. Oft machen wir uns Stress mit einem Absolutheitsanspruch. Oder manche unserer Mitmenschen. Sobald sie wissen, ich achte auf eine Sache heißt es: „Du tust aber nicht XY, wie passt das zusammen?“ Mich persönlich macht es schon manchmal wütend, wenn Leute so konsumieren wie „nach mir die Sintflut“. Aber dennoch, letztlich ist jeder selbst verantwortlich.

    Liebe Grüße,
    Angelika

    1. Liebe Angelika,
      ja, genauso ist es – Mitmenschen sehen einen Punkt und holen gleich zum nächsten Moralappell aus …
      Ich freue mich wirklich sehr, wenn ich in diesem Thema für ein bisschen Entspannung sorgen kann!

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