Essgewohnheiten verändern – das unterstützende Umfeld

Dranbleiben im Alltag - Dein unterstützendes UmfeldEssgewohnheiten verändern – Dranbleiben im Alltag und ein Umfeld, das Dich dabei unterstützt!

Die Essgewohnheiten zu verändern, das ist im Alltag nicht immer leicht. Der Februar steht  deshalb bei mir unter dem Motto „Dranbleiben im Alltag“. Und dazu möchte ich heute ein Thema näher beleuchten, das eigentlich viele tolle Möglichkeiten bietet, aber trotzdem kaum Beachtung findet:

Dein unterstützendes Umfeld.

Wie kann Dich denn Dein Umfeld dabei unterstützen, Deine Essgewohnheiten zu verändern? Jenseits von all den Gedanken um „was darf ich essen und was nicht“, „wie bekomme ich mein Wunschgewicht“, „wieviel soll ich denn nun wovon“ und so weiter gibt es noch ganz viele Ansatzpunkte.

In meinen Coachings und Webinaren verwende ich immer den Satz:
Dein Umfeld muss es Dir leicht machen, gut zu essen!

Und zu Deinem Umfeld gehört eben auch Deine Küche als Teil Deines Alltags.
Denn: Der schönste Plan und der festeste Vorsatz nützen Dir nichts, wenn Du keine Lust hast, in Deiner Küche zu stehen. Weil Du Dich da nicht wohlfühlst. Weil sie Dich nicht inspiriert. Weil Du das Gefühl hast, dort lauert ein Minenfeld und es kann nur schiefgehen.

Deshalb möchte ich Dich heute ermutigen, mit Deiner Küche mal auf Tuchfühlung zu gehen. In einem ruhigen Moment und vielleicht mit einer schönen Tasse Tee oder Kaffee.

Und jetzt schau Dich einfach mal in Ruhe in Deiner Küche – egal wie klein oder groß – um und lasse sie auf Dich wirken. Es klingt ein bisschen esoterisch (wer mich aber kennt, weiß, wie weit ich von Esoterik weg bin) – aber versuche doch mal zu hören, was Dir Deine Küche mitteilen will.

Natürlich kannst Du Deine Küche baulich nicht verändern, der Raum ist, wie er ist. Du hast vielleicht auch eine Küchenzeile, die halt drin ist und die Du irgendwann einmal übernommen hast. Du kannst das Fenster nicht versetzen und die Heizung nicht.
Aber abgesehen davon: Versuche einmal festzuhalten, was Dich genau an Deiner Küche stört.

•  Ist sie Dir zu unübersichtlich?
  Hast Du das Gefühl, der viele Kram nervt Dich?
•  Empfindest Du sie als unaufgeräumt?
  Fehlt Dir der Überblick?
•  Musst Du immer erst suchen und kramen, wenn Du etwas Bestimmtes benötigst?
•  Ist zuviel Platz ungenutzt und dafür an anderer Stelle zuviel auf einem Haufen?
•  Sind Deine Vorräte überall verstreut, aber die da, wo Du sie suchst/brauchst?
•  Fehlt es an Arbeitsfläche?

Schreibe alle Gedanken auf, die Dir dazu in den Sinn kommen. Meistens kommen auch gleich ein paar „Ich-wünsche-mir“s dazu – schreib auch die auf, damit sie nicht verschüttet gehen.

Nimm auch die einzelnen Gegenstände in Deiner Küche in Augenschein. Was siehst Du von Deinem jetzigen Sitz- oder Stehplatz aus? Dinge, die Du gerne um Dich hast? Oder eher Sachen, die Du gar nicht gerne benutzen magst?

Du merkst, wir sind jetzt nicht direkt bei Lebensmitteln & Co., sondern dort, wo Lebensmittel die Hauptrolle spielen (sollten).

Gestalte Deine Küche so, dass Du Dich gerne darin bewegst!

Wenn Du also jetzt herausgefunden hast, dass Du doch einige Punkte gerne ändern möchtest, dann geh es an! Manches kannst Du vielleicht gleich erledigen:
Die Arbeitsfläche freiräumen und die Sachen woanders verstauen.
Einmal mit dem feuchten Lappen über alle erreichbaren Oberflächen wischen.

Du darfst ruhig klein anfangen: Eine Schublade. Oder ein Schrank. Alles rausräumen, was drin ist. Auch hier: Einmal durchwischen und damit frische Energie in den Stauraum bringen. Am besten stellst Du Dir vorher schon eine Klappkiste oder einen großen Karton bereit, denn jetzt heißt es: Jeden Gegenstand einmal in die Hand nehmen und Dich fragen:
Benutze ich das regelmäßig?
Ist es eines von vielen, habe ich das sowieso mehrfach?
Mag ich es gerne in der Hand haben?
Macht es mich glücklich, es um mich zu haben?

Nein? Dann darf der Gegenstand in die Kiste wandern. Dann muss er keinen Platz in Deiner Küche beanspruchen. Und so arbeitest Du Dich weiter vor. Schrank für Schrank, Schublade für Schublade.

Hier möchte ich Dir mein Motto sehr ans Herz legen: Weniger ist mehr.

Weniger Kram bedeutet mehr Platz.
Weniger Küchengeräte bringen mehr Kreativität.
Weniger „NurFürAlleFälle“ bedeutet mehr Übersicht.

Was erreichst Du damit?

Du räumst Deinem Vorhaben, Deine Essgewohnheiten zu verändern, mehr Platz ein. Einerseits in Deinem Denken – aber andererseits ganz handfest räumlich: Die Hürde „Küche“ wird damit einfach kleiner. 🙂

Noch ein Tipp am Schluss!

Wenn Du Dich regelmäßig in den Social Medias von den vielen tollen Fotos und Tipps zur Küchengestaltung inspirieren lässt, möchte ich Dir noch einen kleinen Hinweis geben:
Die ganzen Lifestyle-Bilder von supertollen, cleanen, aufgeräumten, weitläufigen Küchen zeigen nur ein Wunsch- und Werbebild. Selten sind auf solchen Aufnahmen echte „Alltags-Küchen“ zu sehen, in denen gelebt und gekocht wird. In normalen Küchen stehen Dinge herum, ist vielleicht benutztes Geschirr zu sehen und die Geschirrtücher sind absolut nicht akkurat gebügelt und in millimetergenauen Falten!
Lass Dich von der Scheinwelt nicht blenden oder gar frustrieren!!
Hier wird ein Ideal gezeigt, das kaum erreichbar ist und schon gar nicht im Alltag umzusetzen ist.

In diesem Sinne – bleib selbst-bewusst!
Deine Anja

Kochen - Kunst oder Können?

Dranbleiben mit dem Wochenplan

Titel selbst-bewusst essen - Dranbleiben mit dem WochenplanWie kann Dir ein Wochenplan beim selbst-bewussten Essen und beim Dranbleiben helfen?

Auf Facebook habe ich mich letztens unter meinen Followern ein bisschen umgehört mit der Freitags-Frage: „Vorgeplant oder spontanes Kochen?“ Die Antwort, die öfter gegeben wurde, war „spontan“. Das hat mich zugegeben doch etwas überrascht. Deswegen möchte ich heute bei Dir mal ein bisschen für den Wochenplan werben. Ich mag ihn nämlich sehr gerne.

Uff, Wochenplan – das klingt ja schon wieder so lästig und nervig und nach noch einem ToDo mehr! Aber eigentlich möchte der Wochenplan Dir Dein Leben leichter machen und Dir helfen, das umzusetzen, was Du Dir in Bezug auf Dein Essen vorgenommen hast. Er ist Dein Freund für Entscheidungen, die Du schon getroffen hast und nicht jeden Tag neu aushandeln musst.

Vielleicht noch vorab: Es geht hier nur um die tägliche HAUPTmahlzeit. Die kann mittags oder abends sein. Dann sitzen im Idealfall alle gemeinsam am Essenstisch.

Was bringt Dir denn so ein Wochenplan?
Im besten Fall Struktur, Klarheit, Sicherheit und Erfolgserlebnisse! Du ersparst Dir nämlich die zeitraubenden Gedanken darüber, was Du denn heute kochen könntest und wie Du das noch unterbringen sollst, wo doch Dein Tag eh schon so vollgepackt ist.
Aber er braucht dafür etwas von Dir, der Wochenplan: Ein kleines bisschen Zeit.

Wochenplan, okay – aber wie?
Keine Sorge, Du musst das nicht generalstabsmäßig angehen. Am besten suchst Du Dir zunächst mal einen Tag aus, an dem Du etwa eine halbe Stunde dafür einplanen kannst. Vielleicht der Sonntag, oder der Tag, bevor Du Deinen Wocheneinkauf machst.
Nimm Dir einfach Zettel und Stift und Deinen Terminkalender. Gerne noch eine Tasse Tee oder Kaffee dazu.
Die erste Überlegung ist: Wie sehen die kommenden sieben Tage terminmäßig aus?
Gibt es Termine außer Haus, bei Dir oder bei anderen Familienmitgliedern? Wie sieht die Abendplanung an den einzelnen Tagen aus? An welchen Tagen wird es eher ein Mittagessen, an welchen ein Abendessen? Wie haben die Kinder Schule (wenn Du Kinder hast)? Vielleicht gehst Du zum Sport? Was ist wie organisiert? Dafür durchforstest Du Deinen Terminkalender.
Jetzt hast Du schon mal einen guten Überblick, an welchen Tagen mehr Zeit ist und an welchen es schnell gehen muss.
Lass diesen Schritt bitte nicht aus! Er sorgt für Klarheit und Übersicht!

Im zweiten Schritt überlegst Du Dir, welches Essen Du an welchen Tagen unterbringen kannst und möchtest. Quasi bringst Du jetzt die Fäden zusammen: Was möchtest Du diese Woche gerne essen und an welchem Tag passt es?

Ich gebe Dir am besten ein kleines Beispiel:
Wenn Du die Planung am Freitag machst (weil Samstag Einkaufstag ist), dann steht auf Deinem Zettel jetzt einfach nur:

Wochenplan Notiz Wochentage(Wie Du siehst: Quick and dirty reicht völlig aus!)

Geplant hast Du vielleicht:
2 x Fleisch, 2 x fleischlos, 1 x was mit Kartoffeln, 1 x was mit Nudeln, 1 x was mit Reis, 1 x kalt, 1 x was aus dem Ofen, vielleicht mal Fisch oder Geflügel …

Du weißt jetzt, dass Du am Dienstagabend gleich wieder losmusst zum Termin und nicht viel Zeit zum Kochen ist. Freitag bist Du eingeladen. Der Sonntag ist dafür gemütlich.

Jetzt ist es Zeit für den dritten Schritt: Was hast Du denn noch so im Vorrat, was bald verbraucht werden sollte? Hm, der Quark läuft bald ab. Die Eier müssten auch verarbeitet werden. Ach, noch Putenschnitzel eingefroren, aber kein Gemüse mehr an Bord. So oder so ähnlich wird der Schrankinhalt zurückgucken, wenn Du reinguckst. 🙂

Du hast eine Idee, worauf es hinausläuft, oder?

Samstag ist mit Erledigungen ausgefüllt, also vielleicht Pellkartoffeln mit Quark.
Sonntag ein etwas aufwändigeres Essen mit Fleisch und Kartoffeln und grünem Salat.
Montag:  Hm, die Pute mit Reis und Salat.
Dienstag ist der perfekte Tag für ein kaltes Abendessen – geht schnell.
Mittwoch wäre ideal für einen Nudelauflauf.
Donnerstag: Eine schnelle Gemüsepfanne passt gut.
Am Freitag brauchst Du Dich nicht kümmern.

Wie gesagt, das Ganze ist jetzt nur ein Beispiel. Bei Dir sind es andere Gerichte, andere Vorlieben, andere Strukturen.

Mit einem Plan in dieser Art in der Hinterhand kannst Du ganz viele Hürden beim Dranbleiben umgehen:
– Du musst nicht jeden Tag neu darüber nachdenken was Du essen sollst.
– Du brauchst nicht spontan auf dem Heimweg noch was zu essen besorgen.
– Du musst nicht auf die TK-Pizza oder den Imbisswagen ausweichen.
– Du wirst nicht von plötzlichen Änderungen im Wochenablauf überrascht.

Und das sind doch schon ein paar gute Argumente für das fleißige Helferlein „Wochenplan“ 🙂 Außerdem kann ich Dir versichern: Nach ein paar Wochen schüttelst Du den aus dem Handgelenk.

Höre ich da ein paar ganz leise „Abers“? Die schauen wir uns mal näher an:

Ich bin aber eher der spontane Typ und mag mich nicht so gerne festlegen!
Das ist auch völlig in Ordnung. Aber Du hast Dir ja etwas vorgenommen, nämlich anders zu essen und vor allem an den neuen Gewohnheiten dranzubleiben. Es geht zuallererst darum, das Thema Essen nicht jeden Tag neu durchdenken zu müssen.

Ich kann gar nicht absehen, wie meine Woche verläuft, weil alles ungeplant kommt!
Ja, auch das gibt es natürlich. Um so wichtiger finde ich es, dass Du einen Plan hast – den Du notfalls umstellen kannst. Dein Vorrat muss es Dir leicht machen, gut zu essen! Also, wenn Du in den Schrank guckst, sollte auch was „Vernünftiges“ zurückgucken.

Was mache ich, wenn sich im Wochenverlauf was ändert?
Ganz einfach den Tagesplan umstellen. 🙂
Es ist ja nichts in Stein gemeißelt. Leben ist das, was uns passiert, während wir Pläne machen.

Und wenn ich spontan so gar keine Lust habe?
Dann ist auch das okay. Du MUSST nicht. Aber die Möglichkeit zu haben, sich was Leckeres aus dem Vorrat zu zaubern, macht Dich unabhängiger.

Jetzt kannst Du ganz easy noch Deinen Einkaufszettel schreiben.

Natürlich würde mich jetzt brennend interessieren, wie es Dir damit so geht. Ein Wochenplan – Freund oder eher Feind? Wie klappt es mit dem Vorausplanen?
Wie immer gilt: Lass es mich gerne wissen!

Bleib selbst-bewusst! 🙂

Gute Vorsätze und das Dranbleiben – Tipps für Deinen Alltag

Gute Vorsätze und das Dranbleiben - Tipps für Deinen Alltag.Dranbleiben im Alltag

Im letzten Blogpost ging es um die guten Vorsätze und ihr Überleben – oder auch Nicht-Überleben. Am Schluss habe ich Dir konkrete Tipps und Anregungen für Deine Veränderungen versprochen. Willkommen also zum zweiten Teil im Thema „bleibt alles anders“!

Dranbleiben – aber wie?

Es ist ja wirklich nicht einfach, sich umzugewöhnen oder etwas neu anzugewöhnen. Aber Du machst schon einen großen Schritt, wenn Du vor der Veränderung eine ganz bewusste Entscheidung getroffen hast. Mit dieser Entscheidung im Rücken fällt es einfach leichter, auch dann an der Veränderung dranzubleiben, wenn Dich der Alltag überrollt.

Aber ich hatte Dir ja ganz konkrete Tipps versprochen – und hier sind sie, meine fünf Tipps für die Knotenpunkte bei der Ernährung:

1. „Hilfe, ich kann die Finger nicht von der Schokolade / von den Chips lassen!“
Oh ja, wie gut ich das noch von früher kenne. „Die Schoki hält jetzt aber mal zwei Wochen! – Ups, doch schon alle …“ Gerne in stressigen Momenten, oder wenn ich von der Arbeit heimkam. (Schreibtisch-)Schublade auf, *grabsch* und schon war der Süßkram inhaliert.
Wenn Du das auch abstellen möchtest, helfen Dir vielleicht diese Strategien:

  • Mache Dir bewusst: Wenn Du erst anfängst, wird Dein Belohnungssystem im Hirn dafür sorgen,  dass Du nicht aufhören kannst, bis alles gegessen ist. Oder jedenfalls nur sehr schwer.
  • Bevor Du zugreifst, mache vorher noch irgendetwas anderes. Der Deal mit Dir selbst ist: Erst noch eine Handlung dazwischenschieben und danach erst nochmal gucken, ob Du die Schokolade (oder die Chips) überhaupt noch brauchst. Wenn ja, dann gönne Dir ein Portiönchen. Für die Seele.
  • Was kannst Du vorher noch machen? Zum Beispiel Dich eine Minute ans Fenster stellen, den Ausblick genießen und ganz bewusst atmen. Oder eine unordentliche Stelle im Raum aufräumen (Zeitschriften und alles, was auf dem Tisch liegt, ist hier dankbar). Dir einen Tee oder Kaffee aufsetzen. Eine kurze Entspannungsübung machen.
    Meistens geht es nur darum, diesen Impuls auszubremsen und den Automatismus zu unterbrechen.

Der Griff zu den Süßigkeiten

 

2. „Ich will gerne anders essen, und dann gibt es doch dreimal in der Woche belegtes Brot!“
Ja, oder doch die TK-Pizza, weil es schnell gehen muss … Die beste Strategie dagegen ist: Dein Vorratsschrank muss es Dir leicht machen, gut zu essen. Und das kann er nur, wenn Du vorher entsprechend geplant und eingekauft hast. Deine besten Freunde dabei sind definitiv Essensplan und Einkaufszettel. Keine Sorge, Du musst das nicht bis ins kleinste Detail durchplanen. Aber so eine tageweise Struktur, welches Essen die nächsten Tage dran ist, hilft ungemein.

3. „Ich kann unterwegs nicht am Bäcker/am Mäckes/am Pizzaladen vorbei!“
Oh ja! „Wir begehren das, was wir täglich sehen.“ (Na, wer weiß, aus welchem Film dieses Zitat ist?) Aber auch hier gilt wieder: Du hast vorher schon eine Entscheidung getroffen! In diesem Fall wäre es: „Ich esse nur noch zuhause in meinen eigenen vier Wänden. Nicht mehr unterwegs, nicht mehr auf die Hand, nicht mehr im Gehen.“
Das ist zugegeben nicht so einfach, wie es sich im ersten Moment anhört. Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass Du beim (Standard-) Bäcker, bei Mäckes & Co. kein Essen bekommst, mit dem Du Dich selbst wertschätzt.
Und wenn es möglich ist: Umweg machen und die Gefahrenstelle großräumig meiden.

4. „Meine Tagesabläufe sind so unterschiedlich, es gibt keine Struktur!“
Unser modernes Leben, viele Berufe und Familienkonstellationen bringen unregelmäßige Tagesabläufe mit sich. Um so wichtiger ist es für Dich, Dir einmal in der Woche 30 Minuten nur für Dich und Deine Planung zu gönnen. Ich weiß, das klingt etwas unsexy – aber noch unentspannter ist es für Dich, wenn Du regelmäßig von den Anforderungen an Dich überrollt wirst, oder?
Ich verweise hier auf Punkt 2. – Dein Vorrat muss es Dir leicht machen, gut zu essen. Wenn Du abends um 20.00 Uhr von deiner Schicht heimkommst und Du guckst in Deinen Schrank, sollte auch etwas zurückgucken! 🙂
Und der Überblick über die kommende Woche – soweit Du es voraussehen kannst – gibt Dir wenigstens an den Tagen mit ein bisschen Struktur die Sicherheit, in diesem Sinne „gut“ zu essen.

5. „Ich weiß überhaupt nicht, was sinnvoll wäre!“
DA kann ich natürlich so pauschal keine Aussage machen. Was für den einen sinnvoll ist, da schüttelt der andere nur den Kopf – zu viele Details spielen da mit. Vielleicht hilft Dir aber die Einordnung: Lass alles links liegen, was endlose Zutatenlisten aufgedruckt hat. Vertraue niemals der Vorderseite einer Verpackung. Alles, was möglichst naturbelassen und wenig verarbeitet ist, darf ins Körbchen und nachhause.“
Die meisten Lebensmittel existieren nur,  um uns einzureden, dass wir nicht alles für unser Wohlbefinden tun was möglich wäre. Lass Dich davon nicht irritieren und manipulieren!

Zu viele Anforderungen auf einmal!

6. „Für mich alleine brauche ich doch keinen Aufwand machen!“
Einspruch! Doch! Du bist wichtig und wertvoll – gib Dir mit Deinem Essen Wertschätzung. Und wenn es tatsächlich nur das sprichwörtliche belegte Brot ist: Nimm Dir Dein Lieblingsbrettchen dazu, klatsch den Belag nicht einfach drauf, setz Dich an den Esstisch und iss bewusst. „Wenn Du isst, dann iss!“ Heißt: Keine Ablenkung durch Geräte, Zeitung, Telefon etc.
Es gibt auch ganz viele leckere Gerichte, die Du prima auf Vorrat kochen und einfrieren kannst. Aufwärmen geht meistens schneller als frisch kochen.

Ich merke gerade – das ist ein Thema, zu dem es viele Möglichkeiten gibt. Deshalb habe ich gerade beschlossen, den Februar unter das Motto „Dranbleiben im Alltag“ zu stellen und noch einige Inspirationen dazu aufzuschreiben.

Was sind denn Deine Knotenpunkte, die Dich immer wieder ausbremsen wollen? Lass es mich gerne wissen!

Bleib selbst-bewusst! 🙂

P. S.: Mein neues Webinar zum Thema „Ernährungstipps auf dem Prüfstand“ ist fertig! Premiere ist am 9. Februar 2018 um 19.00 Uhr – hier gibts mehr Infos! Für mehr Durchblick im Ernährungsdschungel.

Gesünder ernähren, mehr bewegen – war da ein Vorsatz?

Titel: Gesünder ernähren, mehr bewegen - war da ein Vorsatz?Oh, hoffentlich fühlst Du Dich jetzt nicht ertappt?

Das neue Jahr ist nun doch schon wieder einige Tage alt … und es ist immer wieder das gleiche Spiel.
Wie ist das bei Dir? Hast Du Dir zu Silvester auch einen guten Vorsatz gefasst – oder hast Du Dir vielleicht sogar mehrere Dinge vorgenommen?

Einge Vorsätze begegnen mir ja naturgemäß immer wieder, nicht nur zum neuen Jahr.
„Ich ernähre mich gesünder/besser/vernünftig/ohne Zucker etc.“, gern in Verbindung mit „abnehmen“. Oder auch „Ich will mehr Sport machen!“ Sehr beliebt ist auch alles, was mit Entspannen und Entstressen zu tun hat.

Was haben viele gute Vorsätze gemeinsam?

Richtig, sie überleben kaum die ersten zehn Tage im neuen Jahr.  Aber warum ist das eigentlich so? Dafür gibt es ganz viele Gründe:

1. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Gewohnheiten sind eigentlich etwas sehr Nützliches. Sie sorgen dafür, dass wir nicht bewusst über jede Handlung nachdenken müssen. Sonst wäre im Hirn nämlich ganz schnell Overload. Aber genau das macht es auch so schwer, eine bestehende Gewohnheit mit einer neuen zu überdecken.

2. Die Alltagsfalle
Wenn der normale Alltag nach Weihnachten und Silvester wieder losgeht, bleibt kein Platz mehr für die Dinge, die Du Dir vorgenommen hast. Dein Leben ändert sich ja nicht unbedingt grundlegend nur wegen einer neuen Jahreszahl. Familie, Arbeit, Kindergarten/Schule, Termine, Verpflichtungen – all das fordert Dich ja wie im letzten Jahr auch. Und in dem davor, und in dem davor. Der Tag hat nicht plötzlich 48 Stunden (DAS könnte ich allerdings auch immer wieder gut gebrauchen.)

3. Zu viel und doch zu wenig
Wir neigen dazu, Tabula Rasa machen zu wollen – wir ändern gleich alles und zwar jetzt sofort.  Da ist dann nicht nur gesünder essen dran, sondern auch abnehmen und dreimal pro Woche laufen (oder ins Fitnessstudio). Ach ja, und Yoga probiere ich jetzt auch endlich mal aus. Wir möchten einfach gerne schon am Ziel sein. Und das ist auch verständlich, denn wir freuen uns über sichtbare Ergebnisse. Aber „zu viel auf einmal“ ist zum Scheitern verurteilt, weil wir das – siehe Punkt 2. – gar nicht in unserem Alltag unterbringen können.

Zu wenig dagegen ist oft die grundlegende Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen. Was genau ist denn für Dich „gesünder essen“? Mehr Gemüse, weniger Fleisch? Oder meinst Du eher regelmäßige Mahlzeiten?
Wie würdest Du „vernünftig essen“ definieren? Schon klar, dass da die nebenbei gegessene Tüte Chips eine Rolle spielt, die Tiefkühl-Pizza aus Zeitgründen oder die Unterwegs-Pommes wegen Loch im Bauch. Es reicht aber leider nicht, nur vage gute Vorsätze zu fassen. Unser Gehirn kann tatsächlich mit solchen verwaschenen Gedanken nichts anfangen. Es braucht konkrete einzelne kleine Handlungen, damit es uns bei der Umsetzung unterstützt.

4. Was passt denn zu DIR?
Regeln, Tipps, Mythen und Ratschläge zur Ernährung gibt es wie Sand am Meer.  Wonach sollst Du Dich richten?
Gegenfrage: Warum solltest Du Dich nach anderen richten?
Dreh die Sache um: Was passt denn zu Dir und Deinem Leben?!
Ein einfaches Beispiel: Wenn Du erst um 19.00 Uhr gestresst von der Arbeit heimkommst und die ganze Zeit nichts gegessen hast, dann wirst Du Dir wohl schwertun mit dem „nach 18.00 Uhr keine Kohlenhydrate“-Ding. Du brauchst nämlich etwas in den Magen, und zwar pronto!

Und sicher gibt es noch etliche Gründe mehr.

Na toll, dann kannst Du es auch komplett sein lassen, oder?

Sind Vorsätze für den Papierkorb?
Halt, Stop, neinnein! Da geht was! Ich habe da ein paar Ideen für Dich.

  • Zuallererst: Du musst nicht auf irgendetwas warten. Du kannst jederzeit anfangen, besser für Dich zu sorgen! Jeden Tag, jede Minute! Um es mit meinem Lieblings-Zitat aus dem Spruch zur Silvesternacht von Erich Kästner zu sagen: „Lasst das mit den Vorsätzen und bessert Euch drauflos!“
  • Nimm Dir einmal richtig Zeit für Deine „Vorsätze“ und analysiere sie für Dich. Mach das nicht zwischen Tür und Angel, sondern nimm Dir wirklich eine Auszeit von allem anderen dafür. Schließlich geht es hier um den wichtigsten Menschen: Dich. (Sehr hilfreich ist hier ein gemütliches Sofa oder ein Sessel, eine kuschelige Decke und eine leckere Tasse Tee.)
    Was genau nervt Dich denn eigentlich? Ich meine hier ganz konkrete Details: Die viele Schokolade? Das Fertig-Futter? Dass Du nie aufhören kannst? Zu wenig Bewegung? Keine Lust zum Kochen oder nur keinen Plan / keine Ideen dafür?
  • Schreibe Deine Erkenntnisse mal alle auf, ganz oldschool mit Stift und Notizheft. Das ist der Trick: Wenn wir etwas händisch aufschreiben, arbeitet unser Kopf anders als nur in die Tastatur getippt oder nur gedacht.
  • Bestimmt eine längere Liste oder? Jetzt verbiete ich Dir etwas: Ich verbiete Dir ganz entschieden, Dich für diese Liste selbst zu verurteilen oder runterzumachen oder auszuschimpfen!! Du bist nämlich gerade dabei, etwas zu verändern und das ist toll!
  • Schau Dir Deine Punkte noch einmal an: Wo würde Dir eine Veränderung denn am leichtesten fallen? Da setzt Du zuerst an. Etwas zu verändern, was Dir leicht fällt, verschafft Dir Erfolgserlebnisse und gibt Dir unglaublich Schwung für mehr. Jetzt nimmst Du Dir nur den ersten, für Dich leichtesten Ansatzpunkt heraus. Nur den! Es geht darum, nicht wieder in die „zu viel auf einmal“-Falle zu tappen.
  • Zeit zum Träumen! Stell Dir vor, wie Du Dich fühlst, wenn Du diesen einen Knotenpunkt für Dich gelöst hast. Wie glücklich Dich das macht, dass Du hier etwas verändert hast. Und wie einfach das eigentlich war!
  • Mit dieser positiven Grundstimmung fällt es Dir jetzt leicht, Wege zu finden, wie Du die Veränderungen umsetzt. Jawohl, umsetzt. Nicht umsetzen kannst, wirst, solltest, müsstest. (Du erinnerst Dich? Du sitzt immer noch kuschelig eingepackt mit Stift und Heft.)
    Und auch hier gilt: Wenn Du für Dich mehrere Möglichkeiten siehst, dann versuche nicht alle gleichzeitig. Entscheide Dich für EINE. Wenn die doch nicht so dolle funktioniert, hast Du ja noch ganz viele andere …


Dir ist bestimmt aufgefallen, was Du damit gerade erreicht hast, oder? 🙂

Damit hast Du ganz gekonnt alle am Anfang genannten Hürden übersprungen! Du hast sie nämlich so niedrig gemacht, dass sie kein Problem mehr für Dich sind.

Hürden können übersprungen oder umgangen werden.

  • Du hast Dich für eine einzige Sache entschieden.
  • Du weißt ganz genau, was Du tun wirst.
  • Du kannst das locker in Deinem stressigen Alltag unterbringen.
  • Damit wird es zu der neuen Gewohnheit, die die alte überdeckt.
  • Du bist im TUN, Du bist aktiv und freust Dich über den Erfolg.
    Das gibt Dir positive Energie.

Jetzt erst wäre der nächste Punkt auf Deiner Liste dran. Was kannst Du noch ganz leicht verändern? Denk daran: Positive Energie zieht weitere positive Energie an!

Ich will Dir gerne noch mehr konkrete Tipps und Anregungen für Veränderungen geben. Was kannst Du konkret tun? Nachdem dieser Blogpost hier aber schon sehr lang ist, mache ich darüber besser einen Extra-Artikel. Den gibt es dann als nächstes!

Bleib selbst-bewusst
Deine Anja