Was kann man denn eigentlich noch essen? – Teil 2

Was kann man eigentlich noch essen? - Teil 2Was kann man denn eigentlich noch essen? – Teil 2
Noch mehr Tipps dazu!

Hoppla, der letzte Blogeintrag hat offenbar ein Thema getroffen, das viele Menschen bewegt. Ich habe so tolle Reaktionen und Feedbacks dazu bekommen – von Herzen Dankeschön dafür!
Deshalb möchte ich in einem zweiten Teil noch ein bisschen mehr ins Detail gehen und Dir noch mehr Tipps geben, wie Du mit diesen gefühlten tausend Anforderungen umgehen kannst.

Den vorhergehenden Blogpost findest Du hier: Was kann man denn eigentlich noch essen?

Darin habe ich Dir unter anderem den Tipp gegeben, Dir Deine eigenen Prioritäten zu setzen. Da möchte ich gerne noch ein bisschen näher darauf eingehen.

Prioritäten setzen!     Foto: Pixabay

Am Anfang stehen einige Fragen, die Du Dir selbst stellen musst. Wo liegt Dein Schwerpunkt?

Willst Du etwas in Deinen Essgewohnheiten verändern? Also weg von Fertigfutter, mehr selbst kochen, generell „gesünder“ essen?

Jede Fertigpizza, jeder Pappschachtelkuchen, jedes vorpanierte „Schnitzel“, jede TK-Asiapfanne, die Du im Regal liegen lässt, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Selber machen ist nicht schwer und dauert keinesfalls länger als das Fertigprodukt zuzubereiten.
(Wenn jetzt der Satz „Ich kann aber nicht kochen!“ groß in Deinem Kopf auftaucht – dann sollten wir das zusammen ändern. 🙂 )
Die weiteren Vorteile: Definitiv weniger Chemie im Essen und sehr viel weniger (Plastik-) Müll.

Bio, regional, saisonal?

Das ist oft auch so eine Gretchenfrage … Bio kommt meistens von weither, regional ist nicht immer bio, und saisonal ist ein recht schwammiger Begriff. Meine klare Rangfolge bei der Frage ist: 1. regional (kurze Transportwege und die Produzenten im Umland werden unterstützt), 2. saisonal (wenn etwas wirklich gerade Saison hat)  und erst bei 3. bio.
Wenn alle drei Punkte gleichzeitig zutreffen, ist das super!

Regional und saisonal passt meistens auch zusammen. Bio ist nicht immer eine so gute Alternative, wenn damit lange Transportwege, Plastikverpackung und Monokulturen verbunden sind.

Ja aber, was ist mit Pestiziden, Funghiziden etc. beim Anbau??
Da hast Du Recht – aber da sind wir genau bei dem Punkt, dass wir nicht alle Faktoren in eine Tüte bekommen. Und wo Du auch selbst gefragt bist. Wenn das eben der Punkt ist, auf den Du achten willst, dann entscheidest Du Dich für bio.
Wir können tatsächlich nicht alles richtig machen … das tut auch mir leid, denn ich würde auch gern alles richtig machen in dem Zusammenhang! Ja, auch für mich fühlt sich das oft an wie jonglieren.

Jonglieren mit dem Einkauf

Was ich bei aber meinem letzten Einkauf wieder festgestellt habe: Alles, was in Plastikflaschen angeboten wird, kannst Du getrost im Regal stehen lassen. Die pappige, süße Limonade, Cola & Konsorten, aromatisiertes Wasser, hundert fancy Sorten von irgendetwas – das brauchst Du alles nicht!
Die wirklich wichtigen Getränke gibt es in Glasflaschen: Mineralwasser (wenn Du nicht sowieso Leitungswasser bevorzugst), Säfte etc.
Klingt langweilig und fad? Aber das andere schmeckt doch alles so gut? Stimmt, genau dafür ist es „designt“!

Wenn Du die Entscheidung triffst, Dich gesünder zu ernähren, dann dürfen die „schlechten Freunde“ unter den Lebensmitteln nicht mehr in den Einkaufskorb.

Das gilt übrigens auch alles, wenn Dein Ziel eher in Richtung „abnehmen“ geht!

Und: Nicht alles, was im Supermarkt angeboten wird, musst Du auch kaufen.

 

Willst Du Plastik vermeiden?

Puh, das wird einem wirklich oft schwer gemacht. Es gibt kaum normale Lebensmittel, die ohne Plastikverpackung daherkommen. Wenn Du nicht gerade einen Unverpackt-Laden um die Ecke oder zumindest in erreichbarer Nähe hast, dann wird es nicht ohne Kompromisse gehen.
Es gibt aber einige Lebensmittel, die Du definitiv plastikfrei einkaufen kannst:
– Brot & Co (beim Bäcker und mit mitgebrachter Einkaufstasche)
– Gemüse und Obst aller Art
– Eier
– Fleisch, Wurst und Käse (von der Verkaufstheke bzw. beim Metzger)
– Fisch, wenn es eine gute Fischtheke oder einen Händler in Deinem Umfeld gibt
Und damit ist schon ein recht großes Feld abgedeckt.

Und viele Produkte, die in Plastik verkauft werden, brauchst Du einfach nicht …

Wenn Du eher zum Typ „Spontankäufer“ gehörst, dann packe in jede Tasche einfach einen Einkaufsbeutel oder ein Einkaufsnetz – der Griff unter das Kassenband zur Plastiktragetasche ist dann nicht mehr nötig.
Das selbe gilt für den Typ „Großeinkäufer“: Die Klappkiste(n) und eigenen Tragetaschen sollten dann immer mit an Bord sein.

Übrigens, noch am Rande:
Plastik wird aus Erdöl bzw. Erdölprodukten hergestellt. Außerdem gelangen Bestandteile, die dem Plastik zugesetzt werden (damit es das Plastik wird, das gerade gebraucht wird), in die Lebensmittel. Besonders stark säurehaltige Lebensmittel lösen Stoffe wie Bisphenol-A aus dem Plastik heraus – und damit wären wir wieder bei Fruchtsäften, Limonaden, Cola & Co.

Willst Du den großen Konzernen etwas entgegensetzen?

Im Internet findest Du jede Menge Übersichten, welche Marken zu Konzernen wie zum Beispiel Nestlé gehören. Vielleicht stellst Du auch hier fest: Hm, eh alles „schlechte Freunde“ – kommen nicht mehr ins Einkaufskörbchen!
Es gibt in den allermeisten Fällen Alternativen von anderen Anbietern – vom Sonnenblumenöl bis zur Schokolade.

Du kannst aber auch noch ganz andere Ansatzpunkte finden, zum Beispiel bei Reinigungsmitteln oder bei der Körperpflege. Und glaube mir: Weder versinkt Dein Heim in Schmutz und Bakterien, noch mutierst Du selbst zum Stinktierchen, wenn Du auf all die chemischen Helferlein verzichtest. Im Gegenteil: Dein Körper und Dein Umfeld freut sich über die Entlastung.

An der Stelle möchte ich Dir gerne mein „Allround-Putzmittel“ verraten:
Ich gebe in eine Sprühflasche einen kleinen Spritzer Geschirrspülmittel, einen Spritzer Zitronensäure und fülle das ganze mit purem Wasser auf! Mein Reiniger für alle Oberflächen – Küche, Schränke, Tische, zum Zwischendurchsauberwischen undundund.

In diesem Sinne – bleib selbst-bewusst
Deine Anja

 

P. S.: Um genau solche Themen geht es auch immer wieder in meiner Facebook-Gruppe: Selbst-bewusst essen – Klarheit im Abnehm- und Ernährungsdschungel (Klick).
Komm gerne dazu – ich freue mich auf Dich!

Dschungel Foto: Pixabay

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