Bewusst essen – was heißt das eigentlich? – Teil 2

Titelbild Tasse - Bewusst essen Teil 2Bewusst essen – was heißt das eigentlich? – Teil 2

Im ersten Teil von „Bewusst essen – was heißt das eigentlich“ habe ich Dir erklärt, warum das wichtig ist, warum unser Körper das braucht und wie Du die ersten Schritte dahin gehen kannst.
Falls Du den Artikel noch nicht gelesen hast, hier kommst Du hin.

Hinter „bewusst essen“ kann sich aber noch mehr verbergen. Deshalb gibt es hier einen zweiten Teil, in dem ich auf „bewusst gesünder essen“ und „bewusst weniger essen“ eingehen möchte. Auch das sind nämlich Begriffe, die immer wieder auftauchen.
Also, legen wir los! 🙂

Bewusst gesünder essen

Wenn Du diese drei Wörter in eine Suchmaschine Deiner Wahl eingibst, dann kommt erstmal ganz viel Werbung – für Ernährungskonzepte, für Kliniken, für „Institute“ oder Nahrungsergänzung. Aber das kann es in meinen Augen nicht sein.

Bewusst gesünder essen soll meiner Meinung nach ganz problemlos in den Alltag passen, keine großen Umstellungen erfordern und vor allem leicht für Dich umzusetzen sein! Und zwar, ohne dass Du erstmal vier Wochen Urlaub nehmen musst oder sowas.

1. Bewusst gesünder essen hat einen Startpunkt

Diese Reise beginnt damit, dass Du für Dich entscheidest, wovon Du künftig weniger oder mehr in Deinem Essen haben willst. Und vor allem: Was bedeutet „gesünder essen“ für DICH? – Das ist nämlich bei jedem etwas anderes. Für den einen heißt das, weg von Fertigpizza & Co, für die andere steht eher weniger Süßkram im Vordergrund. Oder jemand hat keine Ideen für leckere selbstgekochte Mahlzeiten mit viel Gemüse und braucht vor allem alltagstaugliche Rezepte. Oder Abwehrzauber gegen den Heißhunger. Oder oder oder …

Leider bleibt es oft bei dem guten Vorsatz, etwas an seiner Ernährung zu ändern. Meistens ist dieses „Ich sollte unbedingt gesünder essen!“ nämlich nur ein ganz diffuses Gedankenknäuel im Kopf, bei dem gar nicht klar wird, WAS denn nun das Richtige ist. Und dann setzt Du gar nichts um.

Wenn Du Dir hier nicht so sicher bist, was Du ändern kannst und solltest: Genau dafür gibt es zum Beispiel mein Kennenlerngespräch, den BesserEssen-Startpunkt. Da bringen wir Klarheit hinein und Du bekommst von mir schon erste Impulse, was Du ganz einfach umsetzen kannst.

2. Bewusst gesünder essen braucht ein bisschen Vorbereitung
Es klappt nämlich nicht auf Knopfdruck. Schließlich bist Du keine Maschine, und Du hast auch noch ein bisschen was anderes in Deinem Leben als das Essen, oder?

Die Vorbereitung beginnt schon damit, dass Du Dir einen Tag in de Woche festlegst, an dem Du Deinen wöchentlichen Großeinkauf erledigst. (Bei mir ist das zum Beispiel Samstag früh. Dann ist noch wenig los und ich kann in Ruhe einkaufen.)

Kalender-Check
Nun brauchst Du ein paar Minuten Zeit. Von diesem Tag aus checkst Du nämlich Deinen Kalender für die kommenden Tage. Wann bist Du wo? Welche Termine stehen drin? Bist Du irgendwann abends verabredet, hast Du bestimmte wiederkehrende Aktionen? Das ist wirklich wichtig, denn danach richtet sich Deine Essensplanung!

Essensplanung
Keine Sorge, Du musst überhaupt keinen bis ins Detail ausgefeilten Plan ausarbeiten! Die Methode Quick&Dirty reicht vollkommen aus. Das Wichtige ist, dass Du weißt, was es am jeweiligen Tag zu essen gibt.
In diesem Blogartikel habe ich schon mal ausführlicher über das Thema Essensplanung geschrieben und ganz viele Tipps reingepackt (klick).

Bewusst essen beginnt mit Planung
(Quick & Dirty – so sieht das zum Beispiel bei mir aus)

 

Einkauf
Einkaufen solltest Du auf jeden Fall nur mit Einkaufszettel! Und: Du kaufst nur, was draufsteht. Wenn so Sachen wie Süßkram, Schokolade & Co. Dein Thema sind – stehen sie auf dem Einkaufszettel? Nein? Dann werden sie nicht gekauft.
Steht die TK-Pizza drauf? Nein? Dann bleibt sie in der Truhe.

Bewusst gesünder essen heißt, dass Dein Vorrat es Dir leicht macht, gut zu essen. Oder anders ausgedrückt: Was nicht da ist, kann nicht gegessen werden!

Und noch etwas möchte ich Dir als Impuls mitgeben: Wir müssen nicht alles kaufen, was uns im Laden angeboten wird!

3. Bewusst gesünder essen geht nicht „mal eben“
Kennst Du schon die Türsteher in Deinem Kopf? Die sorgen dafür, dass nur das Wichtige in Dein Bewusstsein kommt. Und so ein simpler Gedanke an „gesünder essen“ gehört da blöderweise nicht dazu. Wenn Du die Türsteher noch nicht kennst: Hier stelle ich sie Dir vor.

Du siehst, für das Thema „bewusst gesünder essen“ darfst Du Dir Zeit und BEWUSSTsein nehmen. 🙂

Heißt bewusst essen immer gesund essen?
(Foto: Pixabay)


Bewusst weniger essen

Auch das ist ein Thema, das immer wieder aufkommt.
Glaub mir, ich bin selber jemand, der sehr gerne isst. Und wenn ich so ein richtig leckeres Essen vor mir habe, dann nehme ich auch gerne nochmal Nachschlag. Ich kann es Dir also nachfühlen, wenn Du sagst, dass Du so gut wie gar nicht widerstehen kannst.

Und genau das ist Dein Thema – Du isst einfach zu viel?
Hmm, auch hier möchte ich Dir wieder den neutralen Blick von einem Coach empfehlen.

In meiner eigenen Coachingpraxis stellt sich oft heraus, dass viele Menschen nur meinen, sie essen zu viel, aber es ist in Wirklichkeit gar nicht so! Was zu viel, zu wenig oder genau richtig ist, auch das ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Ein paar Tipps und Impulse kann ich Dir aber hier trotzdem schon geben:

Bewusst weniger essen – Tipp 1: Ankerpunkte setzen
Auch hier gilt: Erstmal muss eine neue Gewohnheit überhaupt in Dein BEWUSSTsein kommen. Es braucht also etwas, was Dich ständig an Dein Vorhaben erinnert: Einen Ankerpunkt oder mehrere Ankerpunkte.
In dem Blogartikel über die Türsteher zeige ich Dir genauer, wie das mit den Ankerpunkten funktioniert.

Bewusst weniger essen – Tipp 2: Keine Zwischenmahlzeiten und kein Essen unterwegs
Setze Dir ganz bewusst die Entscheidung, nur Hauptmahlzeiten – also Frühstück, Mittagessen und/oder Abendessen – zu essen. Keine Snacks zwischendurch (nein, auch kein Joghurt oder Obst am Nachmittag) und kein mal eben gekauftes Essen unterwegs – auch wenn es Dich noch so lecker beim Bäcker anlacht!
Wir essen oft nur, weil Essen eben gerade verfügbar ist. Der entscheidende Punkt ist hier genau das: Eine Entscheidung zu treffen.

Bewusst weniger essen – Tipp 3: Die 80 %-Regel
Das erfordert ein bisschen Übung, ist aber eine gute Richtschnur, um nicht „zu viel“ zu essen (und hinterher pappsatt im Futterkoma zu dösen …).
Bei jeder Mahlzeit isst Du nur so viel, dass Du zu 80 % satt bist. Also nicht komplett satt bis obenhin, sondern Du hörst vorher auf.
Keine Sorge, Du hast nicht sofort wieder Hunger. Und wenn es bedeutet, dass Essen auf dem Teller liegenbleibt oder zu viel Essen gekocht wurde, dann ist das eben so. Dann wird das am nächsten Tag gegessen. Niemand muss seinen Teller leer essen!
Aber wie gesagt: Dafür darfst Du gut auf Deinen Körper hören und achten, was er Dir rückmeldet – wie satt fühlst Du Dich? Isst Du nur, weil der Teller noch was hergibt? Oder weil es so oberlecker ist?

Auch für dieses Thema darfst Du Dir also Zeit und BEWUSSTsein nehmen!

Immer mit Herz 🙂  (Foto: Pixabay)

Hier habe ich Dir noch eine kleine Übersicht zusammengestellt, die Dir den Anfang leichter machen soll:

Checkliste bewusst gesünder essen / bewusst weniger essen

Hast Du noch Fragen zu dem Thema „bewusst gesünder/weniger essen“? Gibt es einen Knotenpunkt, den ich für Dich auflösen kann? Dann lass mir gerne einen Kommentar da – ich freue mich!

Wie immer gilt: Bleib selbst-bewusst

Deine Wegweiserin im Ernährungsdschungel

Foto Anja Rödel - Wegweiserin im Ernährungsdschungel

P. S.:  Falls Dich öfter mal der „Jieper“ auf Süßkram überfällt, dann möchte ich Dir mein E-Book ans Herz legen: 3 Abwehrzauber gegen den Heißhunger auf Süßes.
Wenn ich Dich mit meinem Futter- … äh, Newsletter inspirieren darf, dann bekommst Du dieses E-Book als Geschenk von mir.

Ein Gedanke zu „Bewusst essen – was heißt das eigentlich? – Teil 2

  1. Liebe Anja,

    danke für die vielen wertvollen Tipps! Das Snacken aufzugeben, war für mich das Schwierigste, aber mittlerweile klappt es ganz gut (nicht immer, aber immer öfter).
    Was mir außerdem hilft, weniger zu essen, ist, jeden Bissen möglichst lange zu kauen, anstatt ihn gierig runterzuschlingen. Das sorgt einfach früher für ein gutes Sättigungsgefühl. (Dafür bin ich immer die Letzte, die mit dem Essen fertig wird … böse Zungen behaupten, ich würde zu viel reden, aber ich denke, es liegt am oftmaligen Kauen … 😉 )

    Sonnige Grüße aus Wien
    Susanne

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