Warum wir mehr tanzen sollten – 20 gute Gründe

Titel Warum wir mehr tanzen solltenWarum wir mehr tanzen sollten – 20 gute Gründe
(Teil 1)

Wann hast Du das letzte Mal getanzt? Bist einfach zur Musik durch die Wohnung gehüpft mit richtig guter Laune? Wann dachtest zu zuletzt „Dance like nobody is watching“ ?
Oder denkst Du eher „Ooooh, geh mir weg mit Tanzen, ich kann damit nix anfangen! Das Gehopse da!“ ?

Diesmal geht es also nicht ums Essen oder ums Abnehmen (doch, darum irgendwie schon – später weißt Du mehr), sondern um das Thema Bewegung.

Wie Du vielleicht weißt, ist der Tanz ein großer Bestandteil meines Lebens – in meinem Fall der orientalische Tanz. Auf meinem Facebook-Profil gab es deshalb auch zum Tag des Tanzes am 29. April einige Fotos von mir zu sehen. Drumherum habe ich viel darüber nachgedacht, was der Tanz so alles Gutes in mein Leben gebracht hat und noch immer bringt. Da gibt es eine ganze Menge!

 

Tanzen ist für jeden etwas anderes

Dass das Tanzen viele positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele hat, ist keine Frage.  Aber mit dem Begriff „Tanzen“ verbindet jeder etwas anderes. Das geht von Standard (Walzer & Co.) oder Ballett über Latin bis Zumba und HipHop – oder in meinem Fall eben der orientalische Tanz (vulgo: Bauchtanz). Es kann aber auch heißen, sich im Club zur Musik zu bewegen. Oder es kann blöde Erinnerungen an die eigene Tanzschulzeit wecken …. In jedem Kopf ist zu dem Wort „Tanzen“ein anderes Bild angetackert!

Mir geht es beim Tanzen um Körperbewusstsein, Freude am eigenen Körper, Spaß an der Bewegung. Für mich ist das Tanzen so viel mehr als nur bloße gelernte Abfolgen – es ist für mich Erdung, Selbst-Verbundenheit, Ausdruck, Selbst-Heilung, Unterhaltung, Sinnlichkeit, sogar Erotik …

 

Mein Plädoyer für das Tanzen – für Spaß und gute Laune

Ich habe deshalb einmal zusammengetragen, welche guten Gründe für das Tanzen sprechen. Hui … es sind sooo viele. Damit es nicht zuviel auf einmal wird, gibt es 2 x 10 – und damit demnächst einen zweiten Teil zu diesem Thema.

Worum es nicht geht: Du musst jetzt nicht zur Ballettelfe mutieren oder zum Walzergott. Nein, es geht hier darum, was Du Deinem Körper alles Gutes tun kannst, wenn Du Dich mit Musik bewegst. Das darf durchaus fordernd sein! Aber zuallererst darf es Spaß und gute Laune machen.

Anders gesagt: Dieser und der nächste Blogartikel werden wahrscheinlich ein flammendes Plädoyer für das Tanzen werden!

In diesem ersten Teil möchte ich mich auf die wunderbaren positiven Auswirkungen, die das Tanzen auf Deinen Körper hat, konzentrieren. Und das sind wirklich 10 sehr gute Gründe, mehr zu tanzen. 🙂

Also, los gehts – die ersten 10 sehr guten Gründe, mehr zu tanzen!

Grund Nr. 1 – Tanzen fördert Kraft
Beim Tanzen stellen wir uns zum Beispiel mal auf die Zehenspitzen, heben die Arme über den Kopf, stehen auf einem Bein und halten uns mit der Körpermitte aufrecht – all das sorgt dafür, dass der Körper die Muskeln in allen Körperregionen kräftigt.  Einmal zum Wasserkasten-Hochheben in die Knie gehen ist dann bald kein Problem mehr.
Im Orientalischen Tanz ist es der Bodentanz, der für Kraft in den Beinen sorgt – denn wer unten ist, muss auch wieder hoch. 🙂

Grund Nr. 2 – Tanzen schenkt Beweglichkeit
Beim Tanzen werden alle Körperregionen gedehnt – von der Rückenmuskulatur bis zu den Fingerspitzen. Der Körper wird zunehmend beweglicher: Die Gelenke, die Sehnen, die Faszien, die Muskeln … Das wiederum hilft dabei, sich bei plötzlichen reflexhaften Bewegungen nichts zu „verreißen“.

Grund Nr. 3 – Ausgeglichener Muskelaufbau durch das Tanzen
Anders als zum Beispiel in Fitnessstudios (bzw. „Muckibuden“), wo oft Muskeln oft nur in den Oberschenkeln, im Rücken oder in den Oberarmen aufgebaut werden, fördert das Tanzen einen ausgeglichenen Muskelaufbau im ganzen Körper. Du bekommst einen wunderbar definierten Körper ohne Bodybuilder-Auswüchse. Inklusive flachem Bauch!

Grund Nr. 4 – Tanzen verbessert die Haltung
Beim Tanzen lernen wir, den Körper aus der Körpermitte heraus aufrecht zu halten. (Glaube mir, die Haltung war das, was meine Tanzlehrerin bei mir am allermeisten und immer wieder korrigiert hat 🙂 ). Oft sitzen wir den ganzen Tag vor Bildschirmen, beugen uns über unsere Handys, laufen mit hängenden Schultern durch die Gegend … Sanft, aber bestimmt bringt uns das Tanzen dazu, eine aufrechte Haltung einzunehmen. Darüber freut sich der Rücken samt der Bandscheiben – und übrigens auch die Lunge, die bei aufrechter Körperhaltung wesentlich besser arbeiten kann.
Und Du kennst ja meinen Satz: „Unsere Haltung bestimmt unser Verhalten.“

Grund Nr. 5 – Die Kondition – mehr Puste
Tanzen braucht tatsächlich auch viel Puste. Je mehr wir tanzen, um so besser wird unsere Kondition, also unser körperliches Durchhaltevermögen. Aber anders als z. B. Joggen oder Walken oder Schwimmen bringt das Tanzen noch jede Menge Abwechslung mit.
10 Minuten all-in und full power tanzen braucht ganz schön Energie und Luuuuuft. Das Gute ist: Die Kondition lässt sich sehr leicht steigern – am Anfang hält man nur eine Minute oder vielleicht 30 Sekunden durch, aber schon beim nächsten oder übernächsten Mal ist eine deutlich längere Zeit drin!

Grund Nr. 6 – Tanzen schult die Koordination und das Gleichgewicht
Oh ja … so oft habe ich von meinen Schülerinnen dann den Satz gehört: Wiebittewas? Was soll ich alles gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen bewegen? Das sind ja gleich 3 Dinge auf einmal!
Ja, genau! Tanzen schult die Koordination der einzelnen Körperteile. Dein Kopf und Dein Körper lernen,  mehrere Körperteile gleichzeitig in verschiedenen Bewegungen zu organisieren. Irgendwann passiert es automatisch und Du musst nicht mehr darüber nachdenken. Auch das schult wieder die Fähigkeit, schneller zu reagieren – und das Glas vielleicht doch noch aufzufangen, bevor es auf dem Boden landet.
Beim Tanzen ist oft nur noch ein Fuß im Bodenkontakt, wir biegen unseren Körper zur Seite, nach vorne oder nach hinten, gehen in die Knie, wir schließen die Augen, drehen unseren Kopf – ui, da hat unser Gleichgewichtssinn eine ganze Menge zu tun. Wir lernen, die Balance zu halten und unsere stabile Köpermitte einzusetzen.
Vielleicht hast Du schon einmal das Foto von mir mit dem Kerzentablett auf dem Kopf gesehen – hier gehen Haltung, Gleichgewicht und Koordination wirklich Hand in Hand, damit das Tablett da bleibt, wo es bleiben soll.

Tanzen mit dem Kerzentablett

Grund Nr. 7 – Tanzen ist gelenkschonend
Manche Sportarten gehen ordentlich auf die Gelenke, z. B. die Knie. Joggen, Tennis, Squash – alle Sportarten mit abrupten Bewegungen und Richtungsänderungen belasten die Gelenke, die alles abfedern müssen. Tanzen dagegen ist ein sehr gelenkschonender Sport, und selbst wenn die Knie schon nicht mehr ganz gesund sind, werden die Schäden durch das Tanzen nicht mehr und sogar oft gemildert. Tanzen ist so flexibel und wandelbar, dass lädierte Gelenke überhaupt kein Hinderungsgrund sind.

Grund Nr. 8 – Tanzen hilft bei Depressionen
Das klingt jetzt natürlich ein bisschen zu einfach und hoch gegriffen. Aber einige wissenschaftliche Untersuchungen haben tatsächlich positive Auswirkungen bei Depressionen ergeben. Da kommen einige Faktoren zusammen – Bewegung, Glückshormone, Erfolgsmomente und vieles mehr -, die in Summe dafür sorgen, dass die Negativspirale sich wieder umdreht. Tanzen macht Laune und verscheucht so manche depressive Stimmung. (Nicht ohne Grund waren gerade in schlechten Zeiten die Tanzveranstaltungen immer gut besucht …)

Grund Nr. 9 – Tanzen schult den Raumsinn
Der Raumsinn gilt als unser 6. Sinn (oder in kompliziert: Propriozeption) und bezeichnet unsere Fähigkeit, jederzeit zu wissen, wo sich unser Körper in Relation zum Raum befindet. Wir denken nicht mehr darüber nach, wie wir eine Tasse oder einen Löffel greifen. Unser Körper „weiß“, wie und wo er sich gerade befindet.
Beim Tanzen sind es vor allem raumgreifende Bewegungen und Drehungen, die unsere Körperwahrnehmung schulen. Wie viel Raum nehme ich ein? Wie nahe ist die Wand? Wie oft habe ich mich um die eigene Achse gedreht? Wie viel Platz brauche ich, wenn ich die Arme ausstrecke? Was oder wer ist hinter mir? Das wird ganz besonders deutlich, wenn wir beim Tanzen mal die Augen schließen.

Grund Nr. 10 – Tanzen ist Gedächtnistraining
Bewegungsabfolgen merken, eine Kombination nachtanzen, gleichzeitig noch auf alle anderen Details (Haltung! Ausdruck! Lächeln! Atmen!! ) achten – das ist Gedächtnistraining in Reinform. Lange Choreografien von 10 bis 15 Minuten sind eine echte Herausforderung, zumal, wenn man nicht alleine, sondern zu zweit oder in einer Gruppe tanzt. Sich das alles einzuprägen, ist sehr spannend und anregend für unser Gehirn. Und auch hier weiß ich natürlich, wovon ich rede.
Lustig wird es, während einer Choreografie ständig zu denken „Hilfewaskommtdennjetzt?“ – nach einiger Übung weiß unser Körper schon von selber, welche Abfolge als nächstes kommt und tanzt sie „automatisch“. Wir lernen also auch, unserem Körper zu vertrauen! Und das Tanzen kann nach einigen wissenschaftlichen Studien sogar dazu beitragen, dementielle Erkrankungen zu verzögern.

 

Bonus-Grund Nr. 1 – Tanzen hilft beim Abnehmen!

Und zwar auf eine unglaublich charmante Art und Weise und völlig unaufdringlich. Denn hier kommt nun wirklich alles geballt: Fettabbau, Energieverbrauch, Ausdauer, Herz-Kreislauf-Training, Bauchmuskeltraining, Muskelaufbau, Körperstraffung, Haltung… – und Ausstrahlung.
Auf den Punkt gebracht: Tanzen macht eine gute Figur! 🙂
Und zwar in jedem Alter, mit jeder Figur und mit jedem Fitness-Level.

Kraft, Beweglichkeit, Muskelaufbau, Haltung, Kondition, Koordination / Gleichgewicht,  Gelenkschonung, Anti-Depressivum, Wahrnehmung, Merkfähigkeit – und auch noch Unterstützung beim Abnehmen! Schon sehr, sehr gute Gründe für das Tanzen, oder? Und es gibt noch einige mehr.

Ich freu mich schon darauf, Dir im nächsten Blogartikel mindestens 10 weitere gute Gründe zu zeigen! Denn es gibt nicht nur die körperliche Ebene, sondern auch die seelisch-geistige Ebene, auf die das Tanzen wunderbar positive Auswirkungen hat!

Wie immer gilt: Bleib selbst-bewusst

Deine Wegweiserin im Ernährungsdschungel

Foto Anja Rödel - Wegweiserin im Ernährungsdschungel

P. S.:  Apropos Facebook – ich freue mich, wenn wir uns auch auf Facebook miteinander vernetzen. Hier findest Du mein privates Profil und hier findest Du selbst-bewusst essen .

 

 

 

 

 

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