5 Dinge, die ich gerne früher über „gesunde Ernährung“ gewusst hätte

Gesunde Ernährung - 5 Dinge, die ich gerne früher gewusst hätte

5 Dinge, die ich gerne früher über „gesunde Ernährung“ gewusst hätte

Nun beschäftige ich mich schon seit einigen Jahren mit dem Thema „gesunde Ernährung“ (wobei ich ja lieber von Essen spreche als von Ernährung), ich habe zwei Ausbildungen dazu gemacht und einiges durch Selber-Ausprobieren herausgefunden.

Aber wenn ich mich so zurückerinnere, gibt es ein paar Punkte, was ich gerne früher über das Thema „gesunde Ernährung“ gewusst hätte. Kommst Du mit auf ein bisschen Zeitreise? Hin zu meinen Antworten und Inspirationen? Also los …

Essen in der Vergangenheit

Zurück in die Schulzeit – Hauswirtschaftskunde

Oh weh, da ploppen einige ungute Erinnerungen bei mir auf. Geht es Dir ähnlich? Bei mir bestand „Hauswirtschaftskunde“ aus einer Doppelstunde Kochen pro Woche in der Lehrküche. Statt Hintergrundwissen  und umfassende Zusammenhänge gab es die Vorgabe Das wird heute gekocht, so wird es gemacht, los an die Küchenzeilen, schnell gemeinschaftlich essen, noch schneller die Küchen wieder aufräumen und putzen, ab in die nächste Schulstunde.
90 Minuten sind da wirklich kurz …

Allein in der Großstadt – erste Koch-Gehversuche

Naja, in meiner ersten Zeit in der ersten eigenen Wohnung war noch nicht so viel mit wirklich vernünftig kochen und essen. Der Fokus lag auf Arbeit und Freiheit, gesund essen war da Nebensache. Deshalb werfe ich auch keine Steine – ich habe selbst jedes Tütenfix und jede Chemie-Scheußlichkeit gegessen. Ich wusste es auch einfach noch nicht besser.
Und von Zuhause brachte ich nur wenige Kochfertigkeiten mit – dort hatte ich es auch nicht gelernt, weil ich immer von der Aktion weggescheucht wurde.

Der Umschwung zu besserem Essen

Der kam schleichend. Und verwirrend. Damals gab es dieses Internet noch nicht, das steckte gerade in den Anfängen – was vielleicht auch gut war, denn einfacher wird es mit der Überfülle an Informationen zu diesem Thema ja auch nicht …

Aber damals wäre ich froh gewesen, wenn mir jemand ein paar Blickpunkte hätte vernünftig beantworten können. Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, das nachzuholen. Deshalb habe ich 5 Dinge zusammengetragen, die ich gerne schon früher zum Thema „gesunde Ernährung“ gewusst hätte. Und vielleicht können meine Punkte Dir ja weiterhelfen, wenn Du gerade vor denselben Fragen stehst.

 

5 Dinge, die ich gerne früher mal erfahren hätte

Gesunde Ernährung - 5 Dinge, die ich gerne früher gewusst hätte


1. DIE gesunde Ernährung gibt es nicht

Es gibt nicht die eine gesunde Ernährung, die für alle Menschen gleichermaßen gilt, auch wenn jeder Anbieter eines Ernährungskonzeptes das behauptet. Dafür sind wir zu unterschiedlich und zu individuell. Was für den einen gut passt, funktioniert bei jemand anders gar nicht. Es gibt Richtlinien und Grundlagen, klar. Dass eine Karotte besser ist als eine Tüte Gummibärchen, brauchen wir auch nicht zu diskutieren (oder doch? 😉 )
Aber die Details sind verhandelbar. Niemand muss Vegetarier oder Veganer werden, um gesund zu essen. Niemand muss sich an ein Konzept knoten, dass einfach nicht zum Tagesablauf passt. Es ist wichtig, seinen eigenen sinnvollen Weg im passenden Rahmen zu finden.

2. Gesunde Ernährung heißt nicht, „nur noch Grünzeug essen“

Da kommt so das Elternsprech durch, oder? Kind, iss mehr Gemüse!
Ja, Gemüse ist ein wichtiger Bestandteil von gesundem Essen und sollte einen großen Anteil haben. Aber eine TK-Gemüsepfanne mit chemischen Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen ist nicht automatisch gesund, obwohl da viel Gemüse drin ist.
Viel wichtiger ist es, dem ganzen Prozess Raum zu geben, vom Planen über das Einkaufen bis zum Selberkochen mit frischen Zutaten. Für Abwechslung im Speiseplan zu sorgen.
Und gegen einen liebevoll selbstgebackenen Kuchen ist definitiv nichts einzuwenden!

3. Gesunde Ernährung fängt im Kleinen an

Es geht nicht darum, die eine große Umstellung zu machen und dann ist die Sache ein Selbstläufer. Und es geht auch absolut nicht um Perfektion! Die kleinen Schritte sind es, die ein großes Ganzes ergeben. Und sich außerdem weit besser im Alltag umsetzen lassen!
Meine eigene Reise begann damit, dass ich keine Getränke in Plastikflaschen mehr gekauft habe. (Wir reden hier von alkoholfreien Getränken, gell?!) Wenn Du Dich dort, wo du normalerweise einkaufst, einmal in der Getränkeabteilung umschaust, welche Getränke in Glasflaschen angeboten werden: Was bleibt dann noch übrig? Genau, in den meisten Fällen Mineralwasser und Säfte. Alle Softdrinks und chemischen Wasserpampen fallen weg …
Oder Du fängst damit an, deinen Vorratsschrank auszumisten und neu zu sortieren.
Wie wäre es, wenn Du versuchst, einen Essensplan für die Woche zu schreiben?
Es gibt so viele kleine Dinge, die den Dreh hin zu einer gesünderen Ernährung unterstützen.
(Zum Thema Essensplan habe ich auch schon einen Blogartikel geschrieben:
Dranbleiben mit dem Wochenplan)


4. Gesunde Ernährung hat viel mit Selbstliebe zu tun

Warum soll ich denn eigentlich gesund essen? Ich will das nicht, das schmeckt mir nicht, das ist viel zu kompliziert und aufwändig … Tja, warum sollte es Dir wichtig sein, was Du isst? Gerade weil es mit ein bisschen Unbequemlichkeit verbunden ist, braucht es richtig gute Gründe, es trotzdem zu machen. Und da kommt die Selbstliebe ins Spiel.
Und – Du ahnst es schon – das Selbst-Bewusstsein.
Du allein entscheidest, was für Dich wichtig ist. Zum Beispiel, dass Du selbst bestimmen möchtest, welche Zutaten in Deinem Essen drin sind. Oder dass Du keine Lebensmittel mit überbordenden Verpackungen mehr kaufen möchtest. Oder dass Du es Dir wert bist, Dich selbst um Dein Essen zu kümmern und das nicht anderen (also Lebensmittelherstellern) zu überlassen …
Wie fühlt es sich für Dich an, wenn Du aus Selbstliebe heraus etwas veränderst?


5. Nicht überall, wo gesund draufsteht, ist auch gesund drin

Das ist etwas, das ich erst in meinen Ausbildungen zur Ernährungsberaterin so richtig tiefgreifend gelernt habe. Verpackungen von Lebensmitteln sind dazu da, den Inhalt zu bewerben und ihn in einem wunderbar positiven Licht darzustellen. Das ist durchaus legitim und da ist nichts Schlimmes dabei. Aber es gibt so einige „Lebensmittel“ in den Regalen, die mehr Schein als Sein sind, und da ist es wichtig, genau hinzuschauen. So viele Begriffe sind nicht geschützt und frei verwendbar: Balance…, Wohlfühl…, Vital…, Fitness… und viele mehr. Außerdem: Die Vorderseite einer Verpackung ist die „Schauseite“ (also das Werbefenster). Was wirklich drin ist, verraten Dir Zutatenliste und Nährwerttabelle.

Deswegen nenne ich die beiden auch „Beste Freundinnen“ und habe dafür einen kostenlosen Minikurs entwickelt. Den kannst Du Dir übrigens ganz einfach hier in Dein Mailpostfach holen:

Fazit

Es sind schon einige Dinge, die ich gerne früher gewusst hätte. Vielleicht hast Du auch schon einige Erkenntnisse gehabt? Dann schreib es mir gerne in einen Kommentar! Oder waren hier heute ein paar kleine Stellschrauben dabei, die Dich inspirieren?

Wenn Du mehr Inspiration von mir möchtest, dann hol Dir doch meinen Futter-, ääääh Newsletter. Der kommt wöchentlich (meistens montags) in Dein Mailpostfach und bringt Dir mehr Inspirationen, Neuigkeiten und ab und zu mal ein Angebot von mir.

(Pssst … dort wartet dann auch ein kleines Dankeschön auf Dich!)

In diesem Sinne: Bleib selbst-bewusst!
Deine Wegweiserin im Ernährungsdschungel

Foto Anja Rödel - Wegweiserin im Ernährungsdschungel

P. S.: Auf meiner Internetseite findest Du auch die aktuellen Workshop-Termine:
Workshops & Vorträge 1. Halbjahr 2021

 

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