Was kann man denn eigentlich noch essen?

Überschrift - Was kann man denn eigentlich noch essen?Was kann man denn eigentlich noch essen?
Eine große Frage – und ein paar Tipps für Dich für den Ernährungsdschungel.

Geht es Dir vielleicht auch so? Hast Du das Gefühl, dass Du nichts mehr einfach so mit Genuss essen kannst? Irgendwie scheint jedes Lebensmittel momentan bäh, falsch, ungesund, umweltschädlich oder alles zusammen zu sein … Aber von irgendetwas müssen wir doch leben? Stehst Du auch öfter beim Einkaufen vor dem Regal und fragst Dich, was Du jetzt noch mit gutem Gewissen kaufen und essen kannst?

Uff, gefühlt liegt die Rettung der Welt auf Deinen Schultern, oder? Und Du willst ja auch gerne bewusst einkaufen, Dir und der Umwelt zuliebe. Aber an allen Lebensmitteln hättest Du – oder jemand anderes – jetzt etwas auszusetzen …
Zu viel Zucker, zu viel Chemie, falsche Inhaltsstoffe (Palmöl & Co.), falscher Produzent, von weither importiert, in Plastik verpackt, iiih, Kohlenhydrate, ist das Fischsiegel vertrauenswürdig, neee – bloß kein Fleisch,  undendlossoweiter! Und dann sind da auch noch die lieben Mitmenschen, die einem gerne ein schlechtes Gewissen machen, weil man doch …
(Jemand aus meinem Online-Netzwerk hat es so ausgedrückt: Du willst Dir ein Eis gönnen, stehst vor der Tiefkühltruhe und dann ist da nur Nestlé drin!)

Und diese ganzen Gedanken sind Dir gar nicht mal richtig bewusst, das ist eher alles so diffus – und eigentlich willst Du ja nur eben ein Abendessen einkaufen.

Puuuuh – darf ich Dich zu einer kleinen Durchschnaufpause auf mein rotes Sofa einladen? Möchtest Du einen Kaffee oder lieber Tee?

Das rote Sofa in meinem Büro

Was machst Du denn jetzt, um einigermaßen gesund und mit gutem Gewissen durch den Dschungel zu kommen und trotzdem noch Dein Essen zu genießen?


Du bist nicht allein

Vielleicht tröstet es Dich erstmal ein bisschen, dass Du mit dieser Unsicherheit ganz bestimmt nicht alleine bist. Selbst wir Ernährungsfachmenschen stoßen da oft genug hart an Grenzen. Und ich glaube, je mehr man übers Essen weiß, um so komplizierter wird das Ganze.

Unsere Welt ist auch ganz schön komplex geworden. Früher war die Lebensmittelwelt überschaubarer: Es gab nur zwei oder drei Kategorien von einem Produkt (billig-mittel-teuer), es gab keine Lebensmittel aus aller Welt importiert (Mangos? Avocados?), die Regale sind nicht mit hunderttausend Artikeln aus den Nähten geplatzt, es gab nicht alle Naslang wieder eine neue Variante von etwas – das Konsumrad hat sich doch etwas langsamer gedreht.

Aber wir leben nun mal in der heutigen Zeit und müssen mit dem Angebot klarkommen – und unseren persönlichen Weg durch das Dickicht finden, den wir vor uns und vor der Welt um uns herum vertreten können.

Dummerweise kommt zu jedem Argument immer mindestens ein Gegenargument, da werden Studien zitiert und widerlegt, hier ein Fernsehbericht über Lebensmittelskandale, da eine Dokumentation über die Herstellung …

 

Deshalb liegt es mir wirklich am Herzen, Dir das leise Schuldgefühl zu nehmen und Dir ein paar Tipps zum entspannteren Umgang mit dem ganzen Thema zu geben.

Entspann Dich - Relax

Meine Tipps für Dich

1. Du kannst nicht die ganze Welt retten
In Deinem persönlichen Alltag und in Deinem Umfeld kannst Du nur einen kleinen Beitrag leisten – aber der wirkt schon. Du musst nicht alles umsetzen, was Dir in den Medien so an Appellen und Moralkeulen entgegenbrüllt. Du hast auch noch ein Leben außerhalb der Weltrettung!

2. Fang im ganz Kleinen an
Durch das Texten für meine neuen Über-Mich-Videos (die sind in Arbeit) habe ich mich zurückerinnert, wie das Thema eigentlich in mein Leben gekommen ist: Über Umwege. Ich habe ganz minimal angefangen, indem ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastik wollte.

Such Dir also wirklich nur einen Bereich aus, in dem Du anfangen willst. Was kannst Du leicht umsetzen? Was ist Dir an erster Stelle wichtig?
– Willst Du Plastik vermeiden?
– Willst Du regionale Lebensmittel kaufen?
– Worauf könntest Du leicht verzichten?
– Worauf willst Du nicht verzichten, findest aber vielleicht Alternativen?
– Gehen Dir die Umwelt und die Mitmenschen in der Welt vor und Du kaufst nichts mehr von den großen Konzernen?
– Oder schaust Du auf das, was du isst und willst Deinem Körper etwas Gutes tun?

Es gibt so viele Möglichkeiten – such Dir DEINEN EINEN Ansatzpunkt.

3. Verzichte auf Fertigfutter
Damit meine ich „Lebensmittel“, die nur aus Zusatzstoffen, Aromen und Konservierungsstoffen bestehen. Du erkennst sie an der Zutatenliste – wenn da mehr als fünf Bestandteile stehen, dann lass sie im Regal liegen.

Ehrlich, damit kannst Du schon ganz viel erreichen! Lass einfach keine Tiefkühlpizza, keine Cola, kein Fix-dies-Fix-das, keinen Pappschachtelkuchen, keine aromatisierten Joghurts mehr in Deinen Einkaufswagen.

4. Achte auf überbordende Verpackungen
Ich schreibe absichtlich „überbordend“.  Auch hier kannst Du ganz viel richtig machen – Du kaufst einfach keine Sachen mehr, die nochmal und nochmal und nochmal eingepackt sind. Kannst Du Dir vorstellen, was ich meine? Die Riesen-Gummibärchen-Tüte, in der sich nochmal 20 kleine Tütchen mit den Bärchen befinden, die Tüte mit den ganzen minikleinen nochmal extra eingepackten Riegelchen, das vorgeschnittene Obst und Gemüse in der Plastikverpackung.
Guck genau hin: Wieviel Anteil ist Lebensmittel, und wieviel Anteil ist Verpackung, die Du wegwerfen wirst? Du weißt, dass Du die Verpackung immer zwei- bis dreimal bezahlst, oder?

5. Die lieben Mitmenschen
Vielleicht kennst Du den Satz: „Und wenn Du übers Wasser gehst, kommt noch jemand daher und fragt Dich: Kannst Du nicht schwimmen?“
Stärke Deine Widerstandskraft gegenüber den Menschen, die Dir ein schlechtes Gewissen einreden wollen. Sie können nicht in Dein Leben gucken – Du tust das, was Dir möglich ist. Du bist nicht verpflichtet, jedes Stöckchen aufzuheben, das man Dir hinwirft.


Und noch ein kleiner Tipp am Schluss:

Vielleicht ist es ja gar nicht die Küche, in der Du anfängst? Schau doch mal, was sonst noch in Deinem Leben so ist.
Du kannst auch bei kurzen Strecken das Auto stehenlassen. Du brauchst vielleicht doch nicht jede Woche ein neues T-Shirt. Du verzichtest auf Chemiekeulen bei Deinen Reinigungsmitteln. Du überlegst, ob Du etwas reparieren, leihen, gebraucht kaufen kannst, bevor Du es neu kaufst. Wo kannst Du noch ansetzen?

Bitte verstehe mich auch nicht falsch: Ich meine nicht, dass Du das ganze Thema schulterzuckend abtun sollst und denkst, Du könntest eh nichts erreichen. So ist es ganz und gar nicht! Wir leben in einer global vernetzten Welt und können uns da nicht mehr rausnehmen und Ausreden suchen, warum das jetzt gerade bei uns nicht geht. Wir alle haben die Verantwortung, in unserem persönlichen Umfeld das Mögliche zu tun. Nicht mehr, nicht weniger.

Deshalb am Schluss meine Frage: Wie sehr bewegt Dich das Thema? An welchem konkreten Punkt brauchst Du Ideen? Lass es mich gerne wissen!

Bleib selbst-bewusst
Deine Anja

P. S.: Wenn Du Dir mehr Klarheit im Abnehm- und Ernährungsdschungel und Unterstützung auf Deinem Weg wünschst, dann fühl Dich ganz herzlich in meine Facebookgruppe eingeladen! Sie startet funkelnagelneu ab dem 1. September und Du findest sie hier: Selbst-bewusst essen – Klarheit im Abnehm- und Ernährungsdschungel (Klick).

Dschungel Foto: Pixabay

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5 Fehler, die verhindern, dass Dein Abnehmplan funktioniert

5 Fehler, die verhindern, dass Dein Abnehmplan funktioniert5 Fehler, die verhindern, dass Dein Abnehmplan funktioniert

Ich gebe es zu, der Titel ist ein bisschen reißerisch. Aber ich erlebe es so oft, dass hoffnungsfroh und total motiviert gestartet wird in die Aktion „ab heute anders essen“ oder „abnehmen“ – und dann steht am Ende oft frustriertes Aufgeben. Das will ich ja nun gar nicht zulassen, und so gibt es heute fünf Punkte von mir, warum das mit dem Abnehmplan vielleicht nicht funktioniert – plus einem Bonuspunkt! Damit Du diese Fehler nicht mehr machst. Fehler erkannt – Fehler gebannt!

 

Fehler Nr. 1: Du hast gar keinen Plan
Ganz enthusiastisch bist Du gestartet. Hast Dir ausgemalt und vorgenommen, wie Du ab heute essen wirst, dass Du immer frisch kochen wirst, dass Du ab heute gesünder leben wirst. Aber so nach zwei, drei Tagen merkst Du, dass Deine Motivation irgendwie verpufft ist. Du hast es so gar nicht geschafft, an Deinen neuen Gewohnheiten dranzubleiben.

Was ist passiert?
Du hast wahrscheinlich einfach losgelegt, ohne Dir vorher überhaupt einen Plan zu machen. Neben Familie, Arbeit, Haushalt wolltest Du einfach noch „Dein Ding“ mit reinnehmen – das kann doch nicht so schwer sein, andere schaffen das doch auch!? Aber immer noch eins obendrauf zu packen, funktioniert nicht – nicht in einem sowieso schon stressigen Alltag. Eine Strategie hilft Dir über die kleinen Stolpersteinchen und Knotenpunkte drüber!

Wie Du es besser machst:
Bevor Du losstürmst, nimm Dir erst einmal Zeit zur Reflektion! Und zwar so richtig oldschool mit Stift und Notizbuch. Was genau willst Du denn eigentlich anders machen? Einfach mehr Gemüse essen? Oder mehr mit frischen Zutaten kochen? Regelmäßiger bewegen? Wann hast Du denn Zeit dafür – wie sehen die kommenden Tage zeitlich aus?
Was müsstest Du vorher noch organisieren, umschichten, erledigen, bevor Du starten kannst?

Ich bin sicher, während Du so vor Dich hinschreibst und Deine Gedanken dazu sortierst, kommen Dir noch ganz viele Einfälle, die Du in Deinem Plan mit berücksichtigen willst oder musst.

Fehler Nr. 2: Der Plan ist zu groß – Du nimmst Dir zu viel vor
Ab jetzt wird alles anders! Du gehst jeden Tag laufen, stellst Deine Ernährung komplett auf „gesund“ um, kochst jeden Tag, kaufst kein Fertigzeug mehr ein, und vor allem keinen Süßkram und keine Knabbereien. Ach ja, ab sofort nur noch Mineralwasser. Aber schon am dritten Tag merkst Du, dass Du die weiße Fahne schwenkst und kapitulierst.

Was ist passiert?
Wir wollen oft alles, und zwar sofort! Ich kann das gut verstehen, denn als die Geduld verteilt wurde, war ich wohl gerade abgelenkt. Aber damit tust Du Dir keinen Gefallen. Wenn Du Dir 20 Steine gleichzeitig auf die Schultern packst, dann ist ein Zusammenbruch vorprogrammiert. In diesem Fall ist weniger wirklich mehr, sonst überforderst Du Dich, und vor allem: Du frustrierst Dich mit Deinem eigenen Anspruch.

Wie Du es besser machst:
Kleine Schritte sind besser als keine Schritte!
Mach das zu Deinem Leitspruch. Versuche, immer eines nach dem anderen umzusetzen. Eine neue Essgewohnheit, die Du in Deinen Alltag integrierst, reicht völlig aus. Fang klein an – vielleicht erstmal mit den Getränken, wenn Du weniger Süßkram in Deinem Leben haben willst. Wenn das klappt, kannst Du den nächsten Punkt angehen – zum Beispiel, mindestens jeden zweiten Tag frisch kochen. So hast Du Erfolgserlebnisse und kannst spielend bei den neuen Gewohnheiten bleiben.

Fehler Nr. 3: Der Plan passt nicht zu Deinem Alltag
Nach 18.00 Uhr keine Kohlenhydrate mehr – oder besser noch, nach 18.00 Uhr gar nichts mehr essen! Oder doch gleich Intervallfasten?
Aber jetzt ist es 19.30 Uhr und was machst Du mit diesem Riesenloch in Deinem Bauch? Laut und vernehmlich meldet sich Dein Magen, weil Du heute zehn Stunden durchgehend gearbeitet hast und überhaupt keine Zeit für eine Pause hattest. Aber Du willst doch nicht … und wo ist jetzt die Tafel Schokolade hinverschwunden?

Was ist passiert?
Ganz klar und einfach: Der Plan nimmt keine Rücksicht auf Dein Leben, Deinen Alltag und Deine Stressmomente. Jeder is(s)t anders – bei dem einen funktioniert das mit „abends keine Kohlenhydrate“, bei dem anderen nicht.

Wie Du es besser machst:
Prüfe alle Ernährungsempfehlungen und Konzepte erst einmal darauf, ob sie  zu Deinem Leben passen. Wenn Du erst abends um 19.00 Uhr von der Arbeit nach Hause kommst, dann brauchst Du einen anderen Plan als jemand, der schon um 16.00 Uhr zuhause ist. Mit drei Kindern und vielleicht noch Eltern, um die Du Dich kümmerst, sieht Dein Tag anders aus als bei jemandem, der nur für sich alleine sorgen muss. Schau genau hin, ob und wie Du etwas umsetzen kannst – und hol Dir notfalls Unterstützung von außen.

Fehler Nr. 4: Der Plan passt nicht zu DIR
Der Plan sieht vor, dass Du drei- bis viermal pro Woche joggen gehst. Und außerdem morgens Müsli mit Joghurt isst. Und Du hast eine meterlange Einkaufsliste mit teilweise sehr exotischen Zutaten, was Du alles einkaufen sollst.
Aber Joggen ist so gar nicht Deins, das findest Du öde. Joghurt findest Du bäh, und woher Du all diese Zutaten bekommen sollst, hast Du auch noch nicht rausgefunden.

Was ist passiert?
Das muss ich Dir nicht groß erklären – der Plan passt einfach nicht zu DIR. Nicht zu Deinen Vorlieben, nicht zu Deinen Möglichkeiten, nicht zu Deiner Persönlichkeit.

Wie Du es besser machst:
Auch wenn die Versprechungen noch so toll klingen, wenn noch so groß der Gewichtsverlust in kürzester Zeit gepriesen wird – wenn es nicht zu Dir passt, musst Du es nicht in Dein Leben lassen!

Fehler Nr. 5: Du gibst zu früh auf
Jetzt hast Du schon zwei Wochen durchgehalten, aber der durchschlagende Erfolg ist es nicht. Deine Figur ist immer noch die gleiche, und auch die Zahl auf der Waage wird nur widerwillig kleiner. Du hast das Gefühl, dass das alles gar nichts bringt. Wozu also noch weitermachen?

Was ist passiert?
Hoppla, da ist es – je unmotivierter und mutloser Du wirst, desto größer wird es wieder: Das Gewohnheitstier. Für Dich fühlt es sich an, als ob sich gar nichts bewegt, und außerdem ist das Wetter zu schlecht für Sport, in der Arbeit gab es eine Menge Stress, so dass Du dringend eine Tüte Chips gebraucht hast, und zum Kochen kannst Du Dich gerade gar nicht aufraffen. Allgemeiner Überdruss macht sich breit.

Schweinehund

Foto: Pixabay

 

Wie Du es besser machst:
Auf jeder Marathon-Strecke gibt es Durchhänger … Wenn Du an diesem Punkt bist, dass Du hinwerfen willst, dann brauchst Du ganz schnell Unterstützung und frische Motivation. Das können Freunde sein, die Dich wieder positiv stimmen, das kann ein Erfolgstagebuch sein (hey, Nachlesen, was Du schon alles erreicht hast, motiviert wirklich ungemein!) – oder auch Dein Coach! Dafür sind wir Coaches nämlich da, Dir an der Stelle über das Durchhängerchen zu helfen.  Außerdem: Dass sich in der Zeit, die Du schon dran bist, so gar nichts getan hat, mag ich nicht ganz glauben. Die Erfolge sind oft da, wo man sie gar nicht so richtig wahrnimmt: Die etwas enge Hose passt wieder super, Du stehst morgens mit viel mehr Energie auf, Deine Haut ist viel schöner geworden …
Du kannst aber auch einfach eine Woche Pause machen und dann mit neuer Energie wieder drangehen.

 

Bonus – Fehler Nr. 6: Der Plan setzt an der falschen Stelle an
Vielleicht einer der häufigsten Gründe, warum das mit dem Abnehmen nicht so dolle klappt. Was ist denn, wenn Du davon ausgehst, dass Du zu viel isst – das aber gar nicht stimmt? Und der Ansatzpunkt eigentlich wäre: Essen nur im Sitzen, mit Genuss und ohne Ablenkung – weil Du es gar nicht wahrnimmst, dass Du isst?
Vielleicht ist es gar nicht die Handvoll Gummibärchen, für die Du Dich so schämst, sondern der Grund ist, dass Du gar nicht so recht weißt, was und wie Du kochen sollst?
Oder Dir fällt gar nicht auf, dass Du aus Langeweile oder Stress was isst?

Was kannst Du denn da tun?

Hier hilft es ungemein, einmal eine Woche lang ganz genau aufzuschreiben, was Du isst und trinkst. Und zwar nicht nur, WAS und WIEVIEL, sondern auch WANN und WARUM und IN WELCHER Stimmung. Zugegeben, das klingt nun wirklich nervig und anstrengend – aber es kann Dir unglaublich spannende und unerwartete Aha-Momente verschaffen! Und Du kannst Dir natürlich einen Coach suchen, mit dem Du das Gefühl hast, auf einer Welle zu sein und endlich Ergebnisse zu bekommen. So ein neutraler, aber ehrlicher Blick von außen ist richtig viel wert.

Fazit: Mit einem Plan, der zu Dir passt, auf Dein Leben Rücksicht nimmt, Dich nicht über- aber auch nicht unterfordert, kommst Du da durch!

Und wenn Du Dir eine Wegweiserin und Motivatorin an Deine Seite wünschst, dann melde Dich gerne zu einem BesserEssen-Startpunkt (klick)  bei mir an!

Bleib selbst-bewusst
Deine Anja

P. S.: Am 1. August startet meine selbst-bewusst essen Sommer-Challenge.  Sei dabei! Was Du davon hast? Am Ende weißt Du, WAS Du tun willst, WARUM Du es tust und vor allem, wie Du es umsetzt! Komm jetzt in die Facebook-Gruppe zur Challenge – ich freue mich auf Dich. Hier geht es zur nicht-öffentlichen Gruppe (klick)!

Wer nie sein Brot am Schreibtisch aß ..

Titel: Wer nie sein Brot am Schreibtisch aß ...Wer nie sein Brot am Schreibtisch aß …
Oder auch: Vom Essen am Schreibtisch und Alternativen zum belegten Brot

Eine kurze Frage: Hast Du vielleicht gerade eine Computertastatur vor Dir? Dann nimm sie doch mal hoch, dreh sie mit den Tasten nach unten und schüttel mal kräftig …
Was hast Du jetzt auf dem Schreibtisch? Zwei Büroklammern, etliche Staubfussel, einen alten Zahnstocher UND MINDESTENS ZWEI BRÖTCHEN in Krümeln?

Wenn das so ist: Willkommen im Club, Du bist echt nicht allein!

Viele Jahre lang, die ich angestellt im Büro gearbeitet habe, habe ich das genau so gemacht. Die kurze Mittagspause am Schreibtisch verbracht, das Brötchen, die Breze, das mitgebrachte Brot mehr oder weniger über der Tastatur gefuttert, nebenbei noch entweder etwas „eben schnell“ weitergearbeitet oder die Online-Ausgaben der Tageszeitungen studiert. Dass das nicht so wirklich toll ist, wusste ich natürlich. Aber oft genug war das Tagesgeschäft einfach so fordernd, „das muss jetzt fertig werden, das eilt, jetzt bin ich gerade so schön im Fluss …“.

Kommt Dir das auch bekannt vor?

Verbringst Du Deine berufliche Zeit am Schreibtisch vorm Computer? Und isst schon mal einfach irgendwas, weil Du gerade Hunger, aber keine Zeit für eine richtige Pause hast? Vielleicht ein Teilchen oder eine Butterbreze vom Bäcker oder was vom Schnellimbiss um die Ecke … Beziehungsweise ärgerst Dich insgeheim, weil es schon wieder das belegte Brot ist, auf das Du eigentlich gar keinen Appetit hast?

In diesem Artikel will ich Dir aufzeigen, warum das erste nicht sinnvoll ist und welche Alternativen es zum zweiten gibt.

belegtes Brötchen                               Foto: Pixabay

Was essen am Schreibtisch mit uns macht

Warum ist das jetzt nicht so geschickt, am Schreibtisch zu essen? Weil da einiges in Deinem Körper passiert bzw. eben gerade nicht passiert.

Zugegeben, es ist schon bequem, und im Bildschirm ist ja auch die ganze Onlinewelt, in der man irgendetwas verpassen könnte …

ABER: Tu tust Dir und Deinem Körper damit leider überhaupt keinen Gefallen!

1. Nebenbei Gegessenes bleibt unbemerkt
Kopf und Bauch brauchen einige Zeit, um zu registrieren, dass gerade Essen reinkommt. Beide können es aber auch nur bemerken, wenn Du auch auf das Essen konzentriert bist!
Ansonsten geht die Information, dass Du heute schon etwas gegessen hast, einfach verloren. Du merkst das oft daran, dass Du abends denkst „Ich habe heute eigentlich noch gar nichts gegessen …“

2. Nebenbei Gegessenes macht nicht satt
Nicht nur, dass Dein Körper nicht bemerkt, dass Du etwas gegessen hast. Meistens bleibt ihm auch gar keine Zeit, das Gefühl von „satt“ zu erzeugen. Du fühlst Dich einfach nicht richtig satt und wohlig, sondern übergehst diesen Moment. Der ist aber wichtig, um nicht in die nächste Essfalle zu tappen!

3. Du isst mehr, als Du eigentlich willst
Das passiert leicht, wenn Du etwas vom Imbiss oder vom Pizza-Lieferdienst isst. Die Portion ist Dir jetzt eigentlich zu viel, aber der Mindestbestellwert! Und so wirklich richtig lecker findest Du es auch nicht. Aber Du hast teures Geld dafür bezahlt, also wird es auch aufgegessen. Egal, ob Du Hunger oder Appetit darauf hast … Und die Kollegen schnabulieren es ja auch gerade. Und schwupps, hast Du Deine Körpersignale wieder ignoriert und zuviel gegessen.

4. Du genießt Dein Essen nicht
Weil es Dir eigentlich gar nicht schmeckt oder Du absolut keine Lust auf „schon wieder Klappstulle“ hast. (Was ich sehr gut verstehen kann, weil es mir immer so ging.) Also ist diese Mahlzeit nur ein weiter Punkt auf der Liste, also etwas, was eben zu tun ist – Du musst ja was essen.

Ich finde, das sind schon gute Gründe, um hier ein paar neue Ansätze zu wagen. Schließlich ist genau das die Aufgabe von Essen: Es soll Dich satt, glücklich und zufrieden machen!

Also, was tun? Hierfür möchte ich Dir gerne ein paar Inspirationen geben.

a) Verlass den Schreibtisch und mach PAUSE!
Uff, ich weiß – das ist schwer umzusetzen, weil die Gewohnheit eben ist, am Schreibtisch zu bleiben. Ich konnte das während meiner Angestelltenzeit auch gar nicht gut! Inzwischen gebe ich mir notfalls nachdrücklich die Aufforderung dazu. Du kannst dafür auch die Erinnerungsfunktion vom Mobilofon benutzen oder Deinen Onlinekalender.
Geh nach draußen oder vielleicht hast Du einen kleinen Pausenraum – oder kannst Dir eine Pausenecke organisieren. Hauptsache, Du verlässt den Schreibtischplatz für die Pause.
Das i-Tüpfelchen dabei ist dann noch ein Blick in die Natur oder in die Ferne.
Wenn Du während Deiner Pause nicht am Schreibtisch bist, hat das noch einen Vorteil: Niemand kann „mal eben schnell“ noch etwas mit Dir besprechen wollen oder mit einer Frage zu Dir kommen. Du setzt ein deutliches Signal: Jetzt grad nicht.

b) Mach den Bildschirm aus!
Schalte den Bildschirm per Bildschirmknopf aus, klapp den Laptop zu. Das verhindert, dass Du doch mal eben schnell in Deine SocialMedia-Kanäle schaust oder die neuesten Meldungen in den Online-Zeitungen liest.

c) Konzentriere Dich auf Dein Essen
Wenn Du Essenspause machst, tust Du genau nur das: Essen. Das Essen riechen, schmecken und bestenfalls genießen, mit aller Aufmerksamkeit. Vielleicht kommst Du Dir dabei am Anfang richtig blöd vor, wie Du so dasitzt und nur isst. Das Gefühl kenne ich auch. Weil: Du bist ja gerade nicht wirklich nützlich und für andere bzw. Deine Arbeit da.
Und vielleicht hilft Dir da der Gedanke: Ich tue mir gerade etwas Gutes und lass mich jetzt nicht stören!

d) Lass das Handy am Schreibtisch liegen.
Nimm es nicht mit in die Pause! Nein, kein mal eben Facebook, Twitter, Instagram oder WhatsApp checken! Pause! Nochmal: P-A-U-S-E! Nur wirklich, wirklich richtige Notfälle sollten Dich jetzt stören dürfen. Und die würdest Du sicher am Klingelton erkennen.
(Wenn Du jetzt das Bild im Kopf hast: In einer Hand das Smartphone, in der anderen Hand das belegte Brötchen – genau das meine ich.)

Keine Lust mehr auf das tägliche belegte Brot/Brötchen? Welche Alternativen gäbe es denn?

Na, da habe ich auch noch ein paar Ideen für Dich:

  • Wunderbar zum Mitnehmen an den Arbeitsplatz sind kalte Gerichte wie Nudelsalat, Couscoussalat, Reissalat. Davon gibt es so viele Variationen, eine ist bestimmt für Dich dabei.
  • Probiere auch mal neue Varianten aus und mach Dir zum Beispiel Frischkäse und Schnittlauch oder selbstgemachte Aufstriche/Relishes auf Dein Brötchen. Da gibt’s  bücherweise ganz tolle Rezepte.
  • Gemüsemuffins, Pizzaröllchen, Minipizzen schmecken immer.
  • Das Notfallessen? Müsli. Vielleicht hast Du gerade noch Obst zur Hand, das Du gleich mit verarbeiten kannst.
  • Wenn Du eine kleine Küche und ein bisschen Platz für Vorräte zur Verfügung hast, kannst Du Dir auch ganz schnell selbst etwas Warmes zaubern. Ehrlich: Eine Herdplatte, ein Wasserkocher, ein kleiner Kühlschrank und ein Regalbrett reichen! Und nein, damit meine ich nicht das heiße  Wasser über das Fünf-Minuten-Dings! 😉
  • Mein eigenes Notfallessen verrate ich Dir auch gern. Es ist ein Seelenstreichler und macht gleichzeitig satt: Porridge mit Beeren. Dafür braucht es nicht mehr als ein bisschen Milch (oder einen Ersatz, wenn Du keine Milch magst), drei bis vier Esslöffel feine Haferflocken und zwei Handvoll gemischte Beeren.

belegtes Brot mit Radieschen        Foto: Pixabay

Wenn Du jetzt denkst, boah, das schaff‘ ich nicht, oder auch: Das ändere ich jetzt – dann mach Dir bitte keinen Stress daraus. Es reicht völlig, wenn es am Anfang einmal in der Woche klappt (YEAH!). Zur Immer-Öfter-Gewohnheit wird es dann von selber. 🙂

Schau einfach, was Du entspannt umsetzen kannst.

Und wie immer gilt: Bleib selbst-bewusst!

P. S.: Ja, der Titel von diesem Blogpost ist inspiriert an einen sehr alten Filmtitel. 🙂

 

 

 

45 Fakten über mich

45 Fakten über mich

45 Fakten über mich

Uff, dieser Sommer hat seinen Namen ja mal wirklich verdient. Ganz schön warm. Oder – wie ich zu meiner Münchner Zeit gerne gesagt habe: „Viel Afrika, wenig Biergarten“ … 🙂

Deshalb gibt es heute einen Blogartikel mit leichter Kost. Inspiriert durch einige Blogs, die diese Idee schon aufgegriffen haben, erzähle ich Dir heute 45 zufällige Fakten querbeet über mich. Warum gerade 45? Naja, so alt bin ich eben.
Und ich bin selbst erstaunt, was da so zusammengekommen ist.

Also, los gehts – 45 Fakten über mich:

  1. Ich lebe ohne Spülmaschine, Mikrowelle, Dunstabzugshaube und Küchenmaschine.
  2. Ich kann keine rohen Tomaten essen. Getrocknet, eingelegt, verarbeitet, als Soße, Pesto etc.  gehen sie, aber eben nicht roh.
  3. Ich mag keinen Kürbis und keinen Spargel.
  4. Dafür liebe ich Erdbeeren und Brombeeren.
  5. Katzen? Katzen!!
    Outfit is not complete without cat hair!
  6. Mein aller-, allererster Berufswunsch (so mit 12) war „LKW-Fahrerin in den USA“. Yeah, ich wollte die richtig großen Trucks fahren.
  7. Ich kam als Punk zur Welt – mit einer einzigen Irokesen-Strähne auf dem Kopf.
  8. Mit knapp 20 Jahren bin ich von zuhause ausgezogen in die 280 km entfernte Großstadt.
  9. Vorher habe ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau (Fachrichtung Textil) hinter mich gebracht. Die Kaufmannsehre begleitet mich bis heute. Hätte ich damals gewusst, wie sehr mich das Textile heute faszinert, hätte ich mir die Webstühle ganz anders und seeehr genau angesehen.
  10. Ich habe „nur“ einen „Quali“, also einen Qualifizierenden Hauptschulabschluss.
    Mit 17 Jahren habe ich angefangen, richtig zu arbeiten.
  11. Meine beiden Brüder sind 14 und 15 Jahre älter als ich – gut Ding will eben Weile haben. 🙂
  12. Ich verreise nicht gerne. Verreisen stresst mich total. Ehrlich!
  13. Aber ich würde doch gerne noch ein paar Orte in der Welt kennenlernen (Schottland, Toskana, Camargue …). Beißt sich jetzt irgendwie mit dem vorherigen Punkt.
  14. Bei meiner Hochzeit war ich eine rote Braut. Und auch nur ein winziges bisschen nervös (Wer lacht da ?!).
  15. Ich wollte mal Vegetarierin werden und bin gescheitert. Heute esse ich oft vegetarisch, aber eher aus Zufall.
  16. 1999 habe ich mir beide Augen operieren (lasern) lassen.
  17. Ich besitze keinen Fernseher und schaue Dokus bzw. Sendungen, die mich interessieren, über Mediatheken am Laptop.
  18. Von „StarTrek – Voyager“ habe ich alle Folgen gesehen, und ich finde die Figur „Captain Janeway“ klasse. Und liebe den „Doctor“ für seinen staubtrockenen Humor.
  19. Ich bin kein Foto-affiner Mensch. Wenn mir jemand seine Sammlung Urlaubsfotos zeigen will, fange ich leider an zu gähnen. Aber ich mag Aufnahmen, die etwas Besonderes einfangen.
  20. Musikalisch bin ich in den 1980ern stehengeblieben.
  21. I don’t like Metal – I love it! (Aber nur den alten, der diesen Namen auch noch verdient.)
  22. Das Kindchen-Schema zieht bei mir nicht. Ich gebe lieber der ältesten Katze aus dem Tierheim ein neues Zuhause und unterhalte mich sehr gerne mit Senioren.
  23. Meine wichtigste Frage an alte Menschen: „Wie habt ihr das damals gemacht??“
  24. Mit wem ich gerne mal was trinken gehen würde? Mit Professor Harald Lesch und Profilerin Suzanne Grieger-Langer. Mit dem ersten würde ich über Philosophie und Astrophysik (naja …) plaudern, mit der zweiten über Menschenkenntnis. Und wahrscheinlich unglaublich viel lernen.
  25. Ich sage so gut wie nie „googeln“ – ich sage „suchmaschinen“.
  26. Ich kann das Wort „sowie“ nicht schreiben. Auch jetzt habe ich drei Versuche gebraucht, weil immer „soei“ rauskommt.
  27. Eher unbeabsichtigt ist meine Kleidung meistens einfarbig. Ich habe nur wenige gemusterte Teile im Kleiderschrank.
  28. In der Schule konnte ich mit Biologie, Erdkunde, Physik nichts anfangen. Heute liebe ich Dokus über die Entstehung von Welt und Mensch, bestaune das Nördlinger Ries und finde den Oberrheingraben erdgeschichtlich spannend.
  29. Ich bin Fränkin und könnte tatsächlich wohl jeden Tag Knödel („Glees“) essen, ohne dass mir schlecht werden würde. Fleisch brauche ich dazu nicht, „Kloß mit Soß“ reicht völlig.
  30. Ich rede lieber mit Menschen, als eine E-Mail zu schreiben oder sonstwie schriftlich zu kommunizieren.
  31. Meinen Vornamen mag ich nicht besonders, muss aber nun mal damit leben.
  32. Zeitreisen in die Vergangenheit fände ich fantastisch. Wie sah es an dem Ort, wo ich jetzt stehe, vor 35.000 Jahren aus? Und vor allem: Wie hat es gerochen? Wie hat sich die Umwelt angehört?
  33. Ja, die „Ayla“-Bücher von Jean M. Auel haben mich sehr geprägt.
  34. Ich liebe Buchläden. Und Teeläden. Und Stoff- bzw. Handarbeitsgeschäfte.
  35. Mein Lieblingsbuch ist „Die Hexe von Paris“ von Judith Merkle Riley. Mein Exemplar sieht aus, wie ein gerne und sehr oft gelesenes Buch aussehen muss.
  36. Der Grundbaustein, warum ich heute selbständig bin, war der Gedanke „Mal sehen, ob ich noch was lernen kann!“ (Im Sinne von „Oder bin ich schon zu alt dafür?“ – Bin ich definitiv nicht.)
  37. Selbständigkeit war eigentlich gar nicht der Plan. Aber dann dachte ich: Drei nebenberufliche Ausbildungen, Umzug in eine neue Heimat – probiers! Dann kannst Du Dir hinterher nicht vorwerfen, es nicht wenigstens versucht zu haben.
  38. Ich liebe das, was ich tue!
  39. Mein erstes Auto war ein Ford Fiesta – meine kleine Rennsemmel! Tiefergelegt, Breitreifen, Spoiler, Lenkwegbegrenzung, Sportlenkrad und Sportsitze!!
    Bergab, mit Rückenwind und Schiebesonne, eingeklappten Außenspiegeln und Kneipe in Sicht fuhr der sogar mal 160 km/h. (Mein Budget für ein Auto war knapp, und der war halt grad da …)
  40. Ich kannte noch die alte Autobahn A 9 mit all ihren Herausforderungen (Hienberg, Sophienberg, Münchberger Senke …).
  41. Ich fahre so lange nicht gerne Auto, bis ich am Steuer sitze und losgefahren bin. Dann ist alles fein.
  42. Ich kann im Auto unglaublich gut schimpfen und zetern. („Maaaan, die mittlere Spur ist nicht zum Rumkaspern da!!“) Und bin immer wieder erstaunt, welche Schimpfwörter ich so kenne. 🙂
  43. Als ich die Nähwelt für mich entdeckt habe, hätte ich mir nie vorstellen können, dass sie mich nicht mehr loslässt.
  44. Im Prinzip hat das Selbernähen die Kettenreaktion ausgelöst, die mich bis zu meinem Business „selbst-bewusst essen“ geführt hat. Schon irgendwie lustig!
  45. Wenn ich etwas Brauchbares (T-Shirt, Socken, Quilts/Patchwork, Tischdecken etc.) selbst gemacht habe, kann ich es immer erstmal gar nicht fassen. Da kommt dann so die kindliche SELBERMACHT!-Freude durch. 🙂

So, das waren sommerlich-leichte 45 Fakten über mich. Die haben mir richtig Spaß gemacht. Ich hoffe, Dir auch!

Nähmaschine

 

 

 

 

Unbewusstes Essen – der fiese Automatismus

Unbewusstes Essen - der fiese AutomatismusUnbewusstes Essen – der fiese Automatismus (und einige Tipps, was Du dagegen tun kannst!)

Vielleicht kommt Dir diese Situation bekannt vor? Du bist gerade von etwas total genervt oder frustriert und plötzlich ist er da: DER JIEPER! Der Heißhunger, der „Gluscht“ – wie auch immer Du ihn bezeichnest. Jedenfalls brauchst Du jetzt etwas zu essen. Am besten etwas Süßes (oder manchmal auch ein großes Stück Wurst). Aber eigentlich denkst Du da jetzt gar nicht so wirklich drüber nach. JIEPER – Schokolade, Gummibärchen, wasauchimmer – sofort!
Und ehe Du überhaupt wahrnimmst, was Du da gerade tust, ist die Hand in der Schublade, der Süßkram ausgepackt und weggehapst! Inhaliert, einfach so. Oha, und jetzt meldet sich doch aus der hinteren Ecke ganz leise, aber vernehmlich das schlechte Gewissen. Du wolltest doch nicht mehr …

Süßigkeiten (Fies, oder?)
Foto: Pixabay

Halt, Stop! Spulen wir die Szene mal zurück und schauen wir doch mal, was da jetzt genau mit Dir passiert ist.  Er hat nämlich gerade zugeschlagen – der fiese Automatismus.

Was der Automatismus mit Dir macht und warum er so übermächtig ist

Du weißt, je öfter wir etwas tun, um so mehr schleift sich die Gewohnheit ein. Je öfter Du Auto fährst, um so sicherer wirst Du. Je öfter Du Dich in einer Fremdsprache unterhältst, um so automatischer hast Du die Wörter parat.
Gewohnheiten sind ja eigentlich etwas Nützliches, das habe ich in diesem Blogartikel schon mal näher beleuchtet. Beim „Jieper“ geht die Gewohnheit aber eher  in eine unschöne Richtung.

Und noch etwas überwältigt Dich hier: Dein evolutionäres Programm. Dieses Evolutions-Programm, das so tief in uns allen drinsteckt und bei Stress nur eine Lösung kennt: Den Stress sofort eliminieren – angreifen oder flüchten. Auf jeden Fall irgendeine Aktion.
Und da hast Du es: Heute kannst Du aus der stressigen Situation eben nicht mehr einfach rausgehen oder dem, der Dich stresst, eins draufgeben. Du brauchst eine andere Lösung.

Wenn wir dann etwas essen, bekämpfen wir den Stress an zwei Fronten:
Zum einen geht das Feuerwerk an Glückshormonen im Kopf los, das uns signalisiert, „es ist alles in Ordnung, niemand tut mir was, ich komme mit der Situation klar“.
Zum anderen wird durch das Kauen der Stress in Bewegung umgeleitet (funktioniert besonders gut bei Chips & Co. …) und so durch die Kaubewegungen die Anspannung abgebaut.

Schön und gut, jetzt kennst Du den Hintergrund, WARUM das Ganze passiert. Aber eigentlich willst Du ja nicht mehr auf diesen Jieper anspringen – was tust Du denn jetzt dagegen? Hier habe ich erstmal noch einen sehr wichtigen Impuls für Dich.

Den fiesen Automatismus kannst Du unterbrechen

Diese Sollbruchstelle ist der Punkt zwischen der Stresswahrnehmung (dieses Man ey!-Gefühl) und dem automatischen Griff zum Süßkram.

Der wichtige Moment ist der, wenn Du registrierst, dass Du genervt bist.

Lass diesen Moment zu, nimm ihn ganz bewusst wahr. Wenn Du da kurz innehältst, hast Du die Sollbruchstelle direkt vor Dir. Meine dicke Empfehlung: Mach jetzt irgendetwas anderes. Es ist okay, jetzt was Süßes zu essen, aber mache vorher noch etwas anderes!

Und wenn Du fertig bist mit dem „erst noch was anderes machen“, dann stelle Dir diese Frage und höre genau in Dich hinein: „Will/Muss ich jetzt überhaupt noch etwas essen?“
Nein? – Wie wunderbar, Ziel erreicht!
Ja? – Okay, dann iss. Du wirst merken, dass Du ISST und nicht INHALIERST.

Aha, okay – aber was kannst Du denn anderes vorher machen?
Hier habe ich ein paar bewährte Tipps für Dich – probier Dich doch mal durch! 🙂

 

Meine Tipps für die Sollbruchstelle – äh, den Automatismus

1. Eine Minute bewusstes Atmen / Atemmeditation
Eine Minute lang einfach nur einatmen, ausatmen – nur das, nichts anderes.

2. Zwei Minuten bewusste Muskelentspannung von den Füßen bis zum Kopf
Nacheinander jeweils ein Körperteil anspannen, die Anspannung kurz halten und wieder loslassen – rechter Fuß, linker Fuß, rechtes Bein, linkes Bein, bis nach oben.

3. Zwei Minuten Kopfkreisen oder andere Lockerungseinheiten

4. Eine Runde spazieren um den Block, ums Haus, die Straße rauf und runter

5. Die Hände ausgiebig mit einer für Dich angenehmen Handcreme eincremen
Mein persönlicher Geheimtipp, hat den dreifachen Vorteil, dass die Creme nicht essbar ist, durch den Duft das Hirn auf andere Emotionen gebracht wird und auch noch die Hände gepflegt werden! Und passt in jede Tasche.

6. Einige Minuten auf ein schönes Bild, durch das Fenster nach draußen, auf einen schönen Gegenstand schauen.

7. Bewusst mit einem Stift spielen
Noch ein Geheimtipp. Klemm Dir einen Stift zwischen die Oberlippe und die Nase und versuche ihn dort festzuhalten. Das aktiviert die Muskeln, die auch zum Lachen gebraucht werden. Unser Kopf unterscheidet nicht zwischen Lachen und dieser Muskelanspannung – er gibt mal einfach ein paar Glückshormone frei.

8. Jongliertücher/Jonglierbälle
Ein bisschen fortgeschritten, aber den Versuch wirklich wert. Jongliertücher sind einfach zu handhaben, Jonglierbälle haben die Tendenz auf den Boden zu fallen und wegzurollen. Wenn Du aber zehnmal dem Ball hinterhergerannt bist, hattest Du gerade eine klasse Sporteinheit. 🙂

9. Anti-Stress-Ball / Flummi
Die etwas einfachere Version von 8. Und so ein Ball kommt auch mal freiwillig zurück. Notfalls kannst Du da Deinen ganzen Stressfrust reinlegen!

10. Musik
Okay, manchmal muss es dann Heavy Metal sein, kann ich nachfühlen. Aber es gibt auch Ohrwürmer, bei denen wir meistens unfreiwillig ein Grinsen kriegen. Ich sag nur
Hakuuunaaaa Matataaa          🙂
Manamana (düp-düüp-düdüdüdüp)    🙂

So, und wenn der Jieper dann immer noch mit den Fäusten auf den Tisch trommelt, dann fütter ihn. Aber ich glaube, das wird immer seltener der Fall sein. Und Du bist auf jeden Fall aus dieser fiesen Automatismus-Falle raus!

Der Weg aus der Automatismusfalle nochmal kurz zusammengefasst:
– Den Stressmoment wahrnehmen und zulassen, have a break.
– Essen ist okay, aber vorher noch irgendetwas anderes machen.
– Frage Dich danach, ob Du wirklich noch was essen willst.
– Wenn ja, dann tu genau das und genieße den süßen Augenblick – es ist okay!
– Wenn nein, weiter mit der Tagesordnung.

Erzähl mir doch, was Du ausprobiert hast und wie es Dir damit ging!

Und vor allem: Bleib selbst-bewusst
Deine Anja

P. S.: Brauchst Du mehr solche Tipps? Die gibt es auch regelmäßig in meinem monatlichen Futter-, äh Newsletter.  Den kannst Du auf meiner Webseite abonnieren.