Gute Vorsätze und das Dranbleiben – Tipps für Deinen Alltag

Gute Vorsätze und das Dranbleiben - Tipps für Deinen Alltag.Dranbleiben im Alltag

Im letzten Blogpost ging es um die guten Vorsätze und ihr Überleben – oder auch Nicht-Überleben. Am Schluss habe ich Dir konkrete Tipps und Anregungen für Deine Veränderungen versprochen. Willkommen also zum zweiten Teil im Thema „bleibt alles anders“!

Dranbleiben – aber wie?

Es ist ja wirklich nicht einfach, sich umzugewöhnen oder etwas neu anzugewöhnen. Aber Du machst schon einen großen Schritt, wenn Du vor der Veränderung eine ganz bewusste Entscheidung getroffen hast. Mit dieser Entscheidung im Rücken fällt es einfach leichter, auch dann an der Veränderung dranzubleiben, wenn Dich der Alltag überrollt.

Aber ich hatte Dir ja ganz konkrete Tipps versprochen – und hier sind sie, meine fünf Tipps für die Knotenpunkte bei der Ernährung:

1. „Hilfe, ich kann die Finger nicht von der Schokolade / von den Chips lassen!“
Oh ja, wie gut ich das noch von früher kenne. „Die Schoki hält jetzt aber mal zwei Wochen! – Ups, doch schon alle …“ Gerne in stressigen Momenten, oder wenn ich von der Arbeit heimkam. (Schreibtisch-)Schublade auf, *grabsch* und schon war der Süßkram inhaliert.
Wenn Du das auch abstellen möchtest, helfen Dir vielleicht diese Strategien:

  • Mache Dir bewusst: Wenn Du erst anfängst, wird Dein Belohnungssystem im Hirn dafür sorgen,  dass Du nicht aufhören kannst, bis alles gegessen ist. Oder jedenfalls nur sehr schwer.
  • Bevor Du zugreifst, mache vorher noch irgendetwas anderes. Der Deal mit Dir selbst ist: Erst noch eine Handlung dazwischenschieben und danach erst nochmal gucken, ob Du die Schokolade (oder die Chips) überhaupt noch brauchst. Wenn ja, dann gönne Dir ein Portiönchen. Für die Seele.
  • Was kannst Du vorher noch machen? Zum Beispiel Dich eine Minute ans Fenster stellen, den Ausblick genießen und ganz bewusst atmen. Oder eine unordentliche Stelle im Raum aufräumen (Zeitschriften und alles, was auf dem Tisch liegt, ist hier dankbar). Dir einen Tee oder Kaffee aufsetzen. Eine kurze Entspannungsübung machen.
    Meistens geht es nur darum, diesen Impuls auszubremsen und den Automatismus zu unterbrechen.

Der Griff zu den Süßigkeiten                       Foto: Pixabay

 

2. „Ich will gerne anders essen, und dann gibt es doch dreimal in der Woche belegtes Brot!“
Ja, oder doch die TK-Pizza, weil es schnell gehen muss … Die beste Strategie dagegen ist: Dein Vorratsschrank muss es Dir leicht machen, gut zu essen. Und das kann er nur, wenn Du vorher entsprechend geplant und eingekauft hast. Deine besten Freunde dabei sind definitiv Essensplan und Einkaufszettel. Keine Sorge, Du musst das nicht bis ins kleinste Detail durchplanen. Aber so eine tageweise Struktur, welches Essen die nächsten Tage dran ist, hilft ungemein.

3. „Ich kann unterwegs nicht am Bäcker/am Mäckes/am Pizzaladen vorbei!“
Oh ja! „Wir begehren das, was wir täglich sehen.“ (Na, wer weiß, aus welchem Film dieses Zitat ist?) Aber auch hier gilt wieder: Du hast vorher schon eine Entscheidung getroffen! In diesem Fall wäre es: „Ich esse nur noch zuhause in meinen eigenen vier Wänden. Nicht mehr unterwegs, nicht mehr auf die Hand, nicht mehr im Gehen.“
Das ist zugegeben nicht so einfach, wie es sich im ersten Moment anhört. Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass Du beim (Standard-) Bäcker, bei Mäckes & Co. kein Essen bekommst, mit dem Du Dich selbst wertschätzt.
Und wenn es möglich ist: Umweg machen und die Gefahrenstelle großräumig meiden.

4. „Meine Tagesabläufe sind so unterschiedlich, es gibt keine Struktur!“
Unser modernes Leben, viele Berufe und Familienkonstellationen bringen unregelmäßige Tagesabläufe mit sich. Um so wichtiger ist es für Dich, Dir einmal in der Woche 30 Minuten nur für Dich und Deine Planung zu gönnen. Ich weiß, das klingt etwas unsexy – aber noch unentspannter ist es für Dich, wenn Du regelmäßig von den Anforderungen an Dich überrollt wirst, oder?
Ich verweise hier auf Punkt 2. – Dein Vorrat muss es Dir leicht machen, gut zu essen. Wenn Du abends um 20.00 Uhr von deiner Schicht heimkommst und Du guckst in Deinen Schrank, sollte auch etwas zurückgucken! 🙂
Und der Überblick über die kommende Woche – soweit Du es voraussehen kannst – gibt Dir wenigstens an den Tagen mit ein bisschen Struktur die Sicherheit, in diesem Sinne „gut“ zu essen.

5. „Ich weiß überhaupt nicht, was sinnvoll wäre!“
DA kann ich natürlich so pauschal keine Aussage machen. Was für den einen sinnvoll ist, da schüttelt der andere nur den Kopf – zu viele Details spielen da mit. Vielleicht hilft Dir aber die Einordnung: Lass alles links liegen, was endlose Zutatenlisten aufgedruckt hat. Vertraue niemals der Vorderseite einer Verpackung. Alles, was möglichst naturbelassen und wenig verarbeitet ist, darf ins Körbchen und nachhause.“
Die meisten Lebensmittel existieren nur,  um uns einzureden, dass wir nicht alles für unser Wohlbefinden tun was möglich wäre. Lass Dich davon nicht irritieren und manipulieren!

Zu viele Anforderungen auf einmal!

 

 

 

 

Foto: Pixabay

6. „Für mich alleine brauche ich doch keinen Aufwand machen!“
Einspruch! Doch! Du bist wichtig und wertvoll – gib Dir mit Deinem Essen Wertschätzung. Und wenn es tatsächlich nur das sprichwörtliche belegte Brot ist: Nimm Dir Dein Lieblingsbrettchen dazu, klatsch den Belag nicht einfach drauf, setz Dich an den Esstisch und iss bewusst. „Wenn Du isst, dann iss!“ Heißt: Keine Ablenkung durch Geräte, Zeitung, Telefon etc.
Es gibt auch ganz viele leckere Gerichte, die Du prima auf Vorrat kochen und einfrieren kannst. Aufwärmen geht meistens schneller als frisch kochen.

Ich merke gerade – das ist ein Thema, zu dem es viele Möglichkeiten gibt. Deshalb habe ich gerade beschlossen, den Februar unter das Motto „Dranbleiben im Alltag“ zu stellen und noch einige Inspirationen dazu aufzuschreiben.

Was sind denn Deine Knotenpunkte, die Dich immer wieder ausbremsen wollen? Lass es mich gerne wissen!

Bleib selbst-bewusst! 🙂

P. S.: Mein neues Webinar zum Thema „Ernährungstipps auf dem Prüfstand“ ist fertig! Premiere ist am 9. Februar 2018 um 19.00 Uhr – hier gibts mehr Infos! Für mehr Durchblick im Ernährungsdschungel.