Warum Silvester/Neujahr kein guter Startzeitpunkt ist

Titel Warum Silvester/Neujahr kein guter Startzeitpunkt ist

Warum Silvester/Neujahr kein guter Startzeitpunkt ist

„Ab 1. Januar fange ich an!“
„Schluss jetzt mit dem üppigen Essen!“
„Im Januar hab ich dann wieder mehr Luft für sowas!“
„Kein Süßkram mehr!“

In welcher Aussage erkennst Du Dich wieder?

Ganz traditionell ist der Silvesterabend bzw. der 1. Januar der Zeitpunkt für die „guten Vorsätze für das neue Jahr“. Endlich gesünder essen, mehr Sport machen, die üppigen Weihnachtsfeiertage hinter sich lassen … Es scheint, als ob dieses Datum richtig magisch wäre.

Und glaube mir, ich habe auch oft genug in meinem Leben versucht, pünktlich ab diesem Datum etwas zu verändern, vom „gesünder essen“ bis zu „den Haushalt besser organisieren“ und „endlich disziplinierter werden“ war schon alles dabei.

Aber in der langen Zeit, die ich mich jetzt schon mit Körpergefühl, natürlichen Gegebenheiten, Essen, Selbst-Bewusstsein und Wohlfühlen beschäftigte, habe ich mehr und mehr festgestellt, dass der Jahreswechsel wirklich der blödeste Zeitpunkt ist, um Abnehm- oder Sportvorhaben zu starten. Warum? Darum geht es in diesem Blogartikel.

Die Magie des Jahreswechsels

Für uns europäisch geprägte Menschen ist der Jahreswechsel 31. Dezember / 1. Januar ein Zeitpunkt mit „Leuchtturmfunktion“. Ein altes Jahr geht, ein neues Jahr kommt. Zeit für Rückblicke und Ausblicke, 365 (oder 366) neue leere weiße Seiten, die wir füllen können. Etwas Neues beginnt. Das ist die Magie des Aufbruchs und die übt einen großen Reiz auf uns aus. Am Ende des kommenden Jahres wollen wir wieder zurückblicken und das Gefühl haben, es geschafft zu haben.

 

Mitten im kalten Winter

Nun liegt dieser Jahreswechsel mitten im Winter … sicher warst Du auch schon oft in der Silvesternacht fröstelnd draußen gestanden und hast das Feuerwerk rundum angeschaut? Wirklich kuschelig ist das ja nicht … Und das ist genau der Punkt:

Es ist Winter!

Und unser Körper ist durch hunderttausende Jahre Evolution geprägt. Der lässt sich in seinem angepassten Rhythmus nicht einfach willkürlich zu Aktivitäten motivieren, die jetzt eigentlich gar nicht dran sind!

Die Jahreszeit des Rückzugs und des Energiesparens

Wenn Du Dich jetzt draußen umschaust – was siehst Du? Kahle Bäume, leere Beete, triste Wiesen, braun, grau, kalt, ungemütlich Schmuddelwetter. In der Natur ist gerade Ruhephase, viele Tiere halten Winterschlaf oder doch zumindest Winterruhe. Und auch wir Menschen können uns diesem Rhythmus nicht entziehen.

Als wir noch Jäger und Sammler waren, war es überlebenswichtig, in der kalten Jahreszeit keine Energie mit unnötiger Bewegung zu verschwenden und gleichzeitig so viel Energie wie möglich (vor allem mit Essen) zu speichern. Das Nahrungsangebot war knapp, die Umwelt feindlich. Genau dieser Mechanismus steckt uns noch in den Genen. Deshalb sind wir im Winter bequemer, essen üppigere und deftigere Mahlzeiten, bleiben lieber drin und sind allgemein nachdenklicher.
In unserer modernen Zeit brauchen wir unsere Energie dafür, der täglichen Arbeit nachzugehen, Stress auszuhalten, tausend Dinge zu organisieren, fiese Erkältungen oder schlimmere Krankheiten abzuwehren undundund.

Mit Disziplin und Willen gegen die Natur?

Nun kannst Du natürlich versuchen, mit viel Durchhaltevermögen und Durchbeißen gegen diesen Ruheimpuls anzugehen. Das kann schon auch funktionieren. Sobald Du aber einmal nachlässt in Deiner Disziplin, gewinnt der evolutionäre Energiesparmodus die Oberhand. Und wie von Zauberhand findest Du wundervoll gute Gründe, warum Du jetzt nicht zum Sport kannst, warum Du die Schokolade jetzt unbedingt brauchst, warum Du jetzt dringend auf der Couch liegen musst. Wie ich immer gerne sage: Unser Körper ist ein Schlauerle, der lässt sich nicht überlisten.

Die dunkle und kalte Jahreszeit ist eben nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt, um voller Energie in Aktion zu starten.

(Ähm, versteh mich jetzt bitte nicht falsch – das soll nun kein Freifahrtschein für Dich sein, nur noch auf der Couch eingemummelt in Fernseher oder Computer zu gucken und dabei Schokolade zu futtern, gell? 🙂 )

Zeit der Ruhe – Zeit des Aufbruchs

Das Schöne ist: Schon Ende Januar – also jetzt! – macht sich eine Vorahnung von Aufbruch breit. Langsam werden die Tage wieder länger, erste Vögel singen morgens schon. Die Zeichen werden mehr, dass die Natur wieder aufwacht.
Und auch wir Menschen werden wieder aktiver. Mit dem zunehmenden Tageslicht spüren wir auch selbst die Aufbruchenergie. Wir wollen wieder mehr raus, wir haben Lust auf frische grüne Lebensmittel auf unserem Teller. Genau das kannst Du nutzen, um Deine Vorhaben und Pläne von mehr Bewegung und gesünderem Essen anzugehen und umzusetzen!

Meine Tipps für Dich

Zunächst einmal möchte ich Dir also – wie immer – das schlechte Gewissen ein bisschen nehmen, wenn Du mit Deinen guten Vorsätzen zum neuen Jahr nicht so wirklich ins Tun gekommen bist. Gegen die evolutionäre Prägung anzuarbeiten ist unglaublich schwer!
Wie es meine wundervolle Mastermind-Partnerin Frauke Schramm ausdrückt: Silvester ist nur ein Datum!

Wenn Du immer noch an Deinem Vorhaben festhältst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, nochmal ins Detail zu gehen und dem Ganzen genug Aufmerksamkeit zu geben. Je intensiver Du Dich damit auseinandersetzt, um so wichtiger und relevanter stuft Dein Kopf diese Gedanken ein.

Übrigens: Vielleicht weißt Du gar nicht so recht, wie, wo und womit Du anfangen solltest? Mehr bewegen, anders essen, Struktur und Klarheit reinbringen – was passt eigentlich zu Dir und was nützt Dir am meisten? Dann ist mein neues Kurz-und-Knackig-Paket genau richtig für Dich! Klick hier für mehr Infos zu diesem 1:1-Intensiv-Workshop!

Ich will Dich auch ermutigen, ganz im Sinne von selbst-bewusst in Dich hineinzuhören. Dein Körper gibt Dir nämlich im Normalfall durchaus die richtigen Signale. Dann spüre genau hin, ob da jetzt der Impuls „Bewegungsdrang“ ist – und dann nutze genau den Schwung aus! Genauso ist es mit süßem Essen: Meistens haben wir den Impuls, beispielsweise Schokolade zu essen, einfach aus Gewohnheit. Dabei überhören wir die Körpersignale, die uns eigentlich melden: Och nö, keine Lust auf Schoki – gib mir was mit Vitaminen, die brauche ich jetzt. Es ist unglaublich wichtig, diese feinen Signale des Körpers wahrzunehmen!

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Auf diese Frage gibt es eine gute Antwort: Der beste Zeitpunkt ist immer jetzt. Was kannst Du JETZT tun, um ein bisschen was von Deinem Vorhaben umzusetzen?

In diesem Sinne: bleib selbst-bewusst
Deine Anja