Essgewohnheiten verändern – das unterstützende Umfeld

Dranbleiben im Alltag - Dein unterstützendes UmfeldEssgewohnheiten verändern – Dranbleiben im Alltag und ein Umfeld, das Dich dabei unterstützt!

Die Essgewohnheiten zu verändern, das ist im Alltag nicht immer leicht. Der Februar steht  deshalb bei mir unter dem Motto „Dranbleiben im Alltag“. Und dazu möchte ich heute ein Thema näher beleuchten, das eigentlich viele tolle Möglichkeiten bietet, aber trotzdem kaum Beachtung findet:

Dein unterstützendes Umfeld.

Wie kann Dich denn Dein Umfeld dabei unterstützen, Deine Essgewohnheiten zu verändern? Jenseits von all den Gedanken um „was darf ich essen und was nicht“, „wie bekomme ich mein Wunschgewicht“, „wieviel soll ich denn nun wovon“ und so weiter gibt es noch ganz viele Ansatzpunkte.

In meinen Coachings und Webinaren verwende ich immer den Satz:
Dein Umfeld muss es Dir leicht machen, gut zu essen!

Und zu Deinem Umfeld gehört eben auch Deine Küche als Teil Deines Alltags.
Denn: Der schönste Plan und der festeste Vorsatz nützen Dir nichts, wenn Du keine Lust hast, in Deiner Küche zu stehen. Weil Du Dich da nicht wohlfühlst. Weil sie Dich nicht inspiriert. Weil Du das Gefühl hast, dort lauert ein Minenfeld und es kann nur schiefgehen.

Deshalb möchte ich Dich heute ermutigen, mit Deiner Küche mal auf Tuchfühlung zu gehen. In einem ruhigen Moment und vielleicht mit einer schönen Tasse Tee oder Kaffee.

Und jetzt schau Dich einfach mal in Ruhe in Deiner Küche – egal wie klein oder groß – um und lasse sie auf Dich wirken. Es klingt ein bisschen esoterisch (wer mich aber kennt, weiß, wie weit ich von Esoterik weg bin) – aber versuche doch mal zu hören, was Dir Deine Küche mitteilen will.

Natürlich kannst Du Deine Küche baulich nicht verändern, der Raum ist, wie er ist. Du hast vielleicht auch eine Küchenzeile, die halt drin ist und die Du irgendwann einmal übernommen hast. Du kannst das Fenster nicht versetzen und die Heizung nicht.
Aber abgesehen davon: Versuche einmal festzuhalten, was Dich genau an Deiner Küche stört.

•  Ist sie Dir zu unübersichtlich?
  Hast Du das Gefühl, der viele Kram nervt Dich?
•  Empfindest Du sie als unaufgeräumt?
  Fehlt Dir der Überblick?
•  Musst Du immer erst suchen und kramen, wenn Du etwas Bestimmtes benötigst?
•  Ist zuviel Platz ungenutzt und dafür an anderer Stelle zuviel auf einem Haufen?
•  Sind Deine Vorräte überall verstreut, aber die da, wo Du sie suchst/brauchst?
•  Fehlt es an Arbeitsfläche?

Schreibe alle Gedanken auf, die Dir dazu in den Sinn kommen. Meistens kommen auch gleich ein paar „Ich-wünsche-mir“s dazu – schreib auch die auf, damit sie nicht verschüttet gehen.

Nimm auch die einzelnen Gegenstände in Deiner Küche in Augenschein. Was siehst Du von Deinem jetzigen Sitz- oder Stehplatz aus? Dinge, die Du gerne um Dich hast? Oder eher Sachen, die Du gar nicht gerne benutzen magst?

Du merkst, wir sind jetzt nicht direkt bei Lebensmitteln & Co., sondern dort, wo Lebensmittel die Hauptrolle spielen (sollten).

Gestalte Deine Küche so, dass Du Dich gerne darin bewegst!

Wenn Du also jetzt herausgefunden hast, dass Du doch einige Punkte gerne ändern möchtest, dann geh es an! Manches kannst Du vielleicht gleich erledigen:
Die Arbeitsfläche freiräumen und die Sachen woanders verstauen.
Einmal mit dem feuchten Lappen über alle erreichbaren Oberflächen wischen.

Du darfst ruhig klein anfangen: Eine Schublade. Oder ein Schrank. Alles rausräumen, was drin ist. Auch hier: Einmal durchwischen und damit frische Energie in den Stauraum bringen. Am besten stellst Du Dir vorher schon eine Klappkiste oder einen großen Karton bereit, denn jetzt heißt es: Jeden Gegenstand einmal in die Hand nehmen und Dich fragen:
Benutze ich das regelmäßig?
Ist es eines von vielen, habe ich das sowieso mehrfach?
Mag ich es gerne in der Hand haben?
Macht es mich glücklich, es um mich zu haben?

Nein? Dann darf der Gegenstand in die Kiste wandern. Dann muss er keinen Platz in Deiner Küche beanspruchen. Und so arbeitest Du Dich weiter vor. Schrank für Schrank, Schublade für Schublade.

Hier möchte ich Dir mein Motto sehr ans Herz legen: Weniger ist mehr.

Weniger Kram bedeutet mehr Platz.
Weniger Küchengeräte bringen mehr Kreativität.
Weniger „NurFürAlleFälle“ bedeutet mehr Übersicht.

Was erreichst Du damit?

Du räumst Deinem Vorhaben, Deine Essgewohnheiten zu verändern, mehr Platz ein. Einerseits in Deinem Denken – aber andererseits ganz handfest räumlich: Die Hürde „Küche“ wird damit einfach kleiner. 🙂

Noch ein Tipp am Schluss!

Wenn Du Dich regelmäßig in den Social Medias von den vielen tollen Fotos und Tipps zur Küchengestaltung inspirieren lässt, möchte ich Dir noch einen kleinen Hinweis geben:
Die ganzen Lifestyle-Bilder von supertollen, cleanen, aufgeräumten, weitläufigen Küchen zeigen nur ein Wunsch- und Werbebild. Selten sind auf solchen Aufnahmen echte „Alltags-Küchen“ zu sehen, in denen gelebt und gekocht wird. In normalen Küchen stehen Dinge herum, ist vielleicht benutztes Geschirr zu sehen und die Geschirrtücher sind absolut nicht akkurat gebügelt und in millimetergenauen Falten!
Lass Dich von der Scheinwelt nicht blenden oder gar frustrieren!!
Hier wird ein Ideal gezeigt, das kaum erreichbar ist und schon gar nicht im Alltag umzusetzen ist.

In diesem Sinne – bleib selbst-bewusst!
Deine Anja

Kochen - Kunst oder Können?

3 Gedanken zu „Essgewohnheiten verändern – das unterstützende Umfeld

  1. Hallo liebe Anja,

    da hast du aber ein ganz tolles Thema. Es ist auch mein Thema, denn ich bin Ordnungs-Coach. Eine geordnete, einladende Küche ich sehr wichtig, sodass du Lust hast, etwas Leckeres und Gesundes in der Küche zu zaubern. Gemütlichkeit sollte auch nicht fehlen, denn wo stehen meist die Leute, um zu quatschen?
    Wo schon, natürlich in der Küche, sofern sie dazu einlädt.
    Die Kunst ist es, alle Küchengeräte, Geschirr, Kochtöpfe, Pfannen, Küchenhelfer, Schüsseln usw. praktisch und trotzdem optisch ansprechend unterzubringen.
    Dazu ist es nötig, all das auszuräumen und in folgende Kategorien zu unterscheiden:
    • Brauche ich noch und zwar regelmäßig
    • Brauche ich noch jedoch selten
    • Möchte ich verkaufen/verschenken
    • Gehört in den Müll

    Nur die Dinge der ersten Kategorie gehören in die Küche. Die anderen Küchengeräte werden entsprechend entsorgt, verkauft und die selten benötigten Dinge kommen in den Keller oder den Abstellraum.
    Ich persönlich bevorzuge als nächsten Schritt, die Haushaltsgegenstände nach dem Material zu sortieren. Da nimmt meist das Plastik einen großen Platz ein. Du kannst die Schüsseln und Dosen jedoch schön ineinander platzieren mit den passenden Deckel darunter, sodass auf engem Raum viel Material untergebracht werden kann.
    Glas kommt zu Glas, Porzellan zu Porzellan und Kochtöpfe und Pfannen zusammen.
    Im Schrank gehören Dinge des täglichen Lebens auf Augen- und Brusthöhe, sodass man leicht danach greifen an.
    Du wirst sehen, dass du durch das Aufräumen einiges an Platz gewonnen hast.
    Aber was ist mit der Arbeitsfläche? Dient sie hauptsächlich als Ablageplatz für alles Mögliche?
    Gib jedem Ding einen eigenen Platz und so bekommst du Freiraum auf der Arbeitsfläche, um dort ungestört und ohne Hindernisse Gemüse zuzubereiten, Fleisch zu würzen, Salatsauce zu kreieren usw.
    Ja nun kommt Anja ins Spiel, die den Lebensmittelcheck für dich durchführt.
    Liebe Grüße

    Irene Miotto
    Ordnungs-Coach

  2. Liebe Anja,
    wieder mal ein wunderbarer Artikel mit tollen Tipps. Ich geh dann mal meine Küche aufräumen! Eigentlich koche ich nämlich total gern, nur die Arbeitsfläche ist etwas zu wenig. Das liegt daran, dass unglaublich viel Zeug rumsteht, das entweder keinen festen Platz hat oder sowieso gleich/bald benötigt wird. Wie du schreibst, die Küche an sich kann ich nicht ändern, aber mir Mühe geben, dass ich den Platz, den ich habe, so gut wie möglich nutze. Und falls ich je in die Verlegenheit komme, eine Küche nach meinen eigenen Vorstellungen zu planen, dann hat die mindestens doppelt so viel Arbeitsfläche wie die jetzige 😉

    Danke auch für den Hinweis mit den Küchen aus der „Werbeabteilung“, die man auf Facebook und Instagram immer sieht. Auch wenn wir das ja eigentlich wissen, dass das keine Alltagsküchen sind – es tut trotzdem gut, es einfach mal wieder bestätigt zu bekommen! 🙂

    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,
      danke für Deinen Kommentar. 🙂
      Du hast Recht: PLATZ ist der wahre Luxus!
      Und so sehr wir wissen, dass Fotos ein unerreichbares Idealbild zeigen – irgendwie vergleichen wir uns ja doch immer …

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