Alles oder nichts – wie Du Dich erfolgreich selbst sabotierst

Titel Alles Oder Nichts - wie Du Dich erfolgreich selbst sabotierstAlles oder nichts – wie Du Dich erfolgreich selbst sabotierst

Heute möchte ich ein Thema ansprechen, das mir in meiner Arbeit immer wieder begegnet: Wie wir es schaffen, uns erfolgreich selbst zu sabotieren und unsere schönen Pläne zunichte zu machen. Das heißt, eigentlich möchte ich, dass genau das Dir nicht mehr passiert. 🙂

Vielleicht kennst Du diesen Moment auch: Wir beschließen, dass sich ab jetzt etwas ändern muss! Und sind voller Motivation und Pläne und Ideen – heute, nein, ab morgen gehts looohooos! Nach drei Tagen stellen wir dann frustriert fest: Ups, nix isses damit …

Ganz besonders fällt mir das logischerweise auf, wenn es darum geht, Essgewohnheiten zu ändern, weniger Süßkram zu essen, mehr Sport zu machen, selbst-bewusster zu werden, generell gesünder zu leben. Und da gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich selbst auszubremsen, so dass der schöne Plan eben nur ein Plan bleibt. Du kannst sie mit großen, schweren Steinen vergleichen, die Du Dir extra noch ans Bein bindest, damit Du auf keinen Fall vorwärts kommst. Und einer davon ist besonders groß und schwer, und um den geht es jetzt:

Der Stein mit dem Namen „Alles Oder Nichts“

Ich möchte es mal ganz drastisch ausdrücken: Am besten kannst Du Dich selbst sabotieren, wenn Du alles auf einmal und zwar sofort willst. Deshalb hat der Stein den Namen „Alles Oder Nichts“. Wenn, dann richtig. Alles neu, alles anders.

Glaube mir, ich kenne das sehr gut von mir selbst, dass ich alles perfekt umsetzen möchte und quasi von jetzt auf gleich Erfolge sehe. Deshalb kann ich es auch sehr gut verstehen, wenn es Dir ähnlich geht. Aber der Schuss geht echt nach hinten los – auch das durfte ich selber lernen.

Stein

Was passiert, wenn Du Dir diesen Stein auflädst

Kennst Du Langeweile? Wenn nicht, dann hast Du ein so vollgepacktes Leben wie die meisten von uns. Du hast einen Beruf, der Dich etliche Stunden am Tag fordert, Du hast eine Famillie, um die Du Dich kümmerst von morgens bis abends, da sind Termine, Anforderungen, hierhin fahren und dorthin fahren, dann ist da noch ein Haushalt, weil die Wäsche wäscht sich nicht von alleine und bügeln tut sie sich auch nicht, geschweige denn, dass die sich von alleine in den Schrank räumt. Dann kommt schon wieder der nächste Punkt auf der Zu-Erledigen-Liste, und ach ja, dort noch eine Verabredung und plötzlich ändert sich alles komplett, weil Du krank wirst oder jemand in Deinem Umfeld Hilfe braucht.
Es gibt ja den schönen Spruch „Leben ist das, was uns passiert, während wir Pläne machen.“

So, und auf Deinen ohnehin schon vollgepackten Tag packst Du nun noch den Stein „Alles Oder Nichts“ drauf, willst ab jetzt gesünder essen, mehr Sport machen, regelmäßig meditieren UND noch Buch darüber führen, jeden Tag Deine Glücksmomente aufschreiben UND auch noch generell glücklicher sein.

Ich muss Dir leider diese Illusion nehmen: Du kriegst das so in der Art und Weise nicht noch obendrauf gepackt! Denn wenn Dein Leben dann nicht so läuft, wie es sollte, fallen als erstes Deinen – wirklich sinnvollen – Pläne hinten runter. Da kannst Du dann auch  mit aller Gewalt nichts erreichen, zuallererst sorgst Du dafür, dass das Außen wieder funktioniert, bevor Du Dich um Dich selbst kümmerst.

Was passiert mit uns, wenn wir unsere selbstauferlegten Pläne nicht erfüllen?

In den meisten Fällen sind wir nicht nur frustiert, sondern es kommt auch noch das blöde Gefühl dazu, dass wir es „mal wieder nicht geschafft haben“, dass wir „zu disziplinlos“ sind, dass wir „einfach nichts gebacken kriegen“ … Du kennst diese Selbstvorwürfe vielleicht. Es macht uns runter und demotiviert.

 

Wie Du die Selbst-Sabotage umgehst

Bevor ich Dir den Weg um den großen Stein herum zeige: Darf ich Dich erstmal zum Durchschnaufen einladen? Auf mein rotes Sofa? Ja? Wunderbar, dann lass Dich da mal hinfallen. 🙂

Mein rotes Sofa

Die Lösung ist nämlich wirklich ganz einfach: Mach es häppchenweise!

Jaaa, ich weiß, das ist  nicht das, was Du Dir vorstellst. Aber so funktioniert es viel entspannter und einfacher.

Pack Dir nicht den ganzen großen Stein noch obendrauf, sondern nimm erstmal nur ein, zwei kleine Kiesel. Okay, das Bild hast Du verstanden, aber was heißt das jetzt konkret für Dich?

Du willst „gesünder essen“?
Fang doch vielleicht damit an, dass Du ab jetzt an der Bäckerei vorbeigehst und Dir eben kein Teilchen holst. Oder damit, in der nächsten Woche mal dieses „Frühstücken“ auszuprobieren. (Oder Dir Alternativen zu überlegen, wenn Frühstücken so gar nicht Deins ist.) Oder noch weiter vorne: Stell doch erst einmal für Dich zusammen, was „gesünder essen“ für Dich genau heißt (das Stichwort – Du ahnst es – heißt hier: Für Dich.) Ist es die Fertigpizza, die Du loswerden möchtest, oder ist es der Süßkram? Hast Du das Gefühl, Du bräuchtest mehr Gemüse im Speiseplan? Was sind denn überhaupt Deine Lieblingsgemüse?

Du möchtest Sport machen?
Bitte fang hier nicht mit dem Leistungsgedanken an …. sportlich sein, fit sein – das ist eine Wegstrecke und passiert nicht mal eben. Der kleine Kiesel könnte hier sein, zunächst einmal in der Kategorie „Bewegung“ zu denken. Es reicht doch am Anfang völlig, wenn Du Dir für eine Woche vornimmst, jeden Tag abends noch 30 bis 45 Minuten einen ordentlichen Spaziergang zu machen, bevor Du Serien guckst. Oder Du startest mit einem fünf- bis zehnminütgen Bewegungsprogramm täglich. Glaube mir, das reicht völlig am Anfang! Dein Körper darf sich erst einmal an die neuen Anforderungen gewöhnen.
Gerade beim Thema Sport/Bewegung erlebe ich es so oft, dass sich gerade Frauen völlig überfordern, weil sie ein bestimmtes Programm direkt jeden Tag durchziehen wollen, obwohl ihr Körper noch nicht dafür bereit ist.

Du möchtest gern selbst-bewusster sein?
Auch hier: Kleine Schritte. Wie wäre es denn, wenn Du es erst einmal nur versuchst, Dir jeden Tag 1-Minuten-Verschnaufpausen zu gönnen und wieder bei Dir selbst anzukommen? Lass Dein Handy Dich daran erinnern – nur eine Minute, aus dem Fenster schauen und atmen. Mittags eine Minute, um Dich zu erinnern, dass da was mit selbst-bewusster war. Abends eine Minute, um den Tag gedanklich abzuschließen und Dich zu erinnern, was alles Schönes in dem Tag war…

Du siehst, es gibt immer noch Möglichkeiten für einen noch kleineren Vorher-Schritt.

Und genau darum geht es: Diese kleinen Schritte, egal auf welchem Gebiet, lassen sich viel leichter in den stressigen Alltag integrieren, als das große All-Inklusive-Paket. So bekommst Du Erfolgserlebnisse, die Dich weiter motivieren.

(Foto: Pixabay)

Was könnten denn Deine kleinen Kieselsteine sein? Hast Du da jetzt einige Ideen oder Inspirationen? Wenn nicht, oder wenn Du gerne noch mehr davon hättest: Bei mir gibt es jederzeit die Möglichkeit für ein 30minütiges kostenloses und unverbindliches Gespräch. Ja, auch solche Impulse können da Thema sein, ich helfe Dir gerne mit meinem Wissen und meiner Erfahrung. Schließlich ist jeder Mensch anders, jeder hat so sein eigenes Leben und seine eigenen Herausforderungen. Was für andere passt, muss für Dich noch lange nicht das Richtige sein!

Also, keine Scheu – lass Dich gerne von mir inspirieren. Das geht am einfachsten, wenn Du Dir in meinem Terminkalender einen freien „Startpunkt“ aussuchst und reservierst. Hier kommst Du direkt hin:

Und wenn das noch kein Thema ist für Dich – wie wäre es, wenn ich Dich mit meinem Futter-, ääääh Newsletter inspiriere? Den bekommst Du einmal pro Woche (meistens montags) in Dein E-Mail-Postfach, mit Impulsen, Tipps und Input rund um den Durchblick im Ernährungsdschungel. Zum Newsletter kommst Du hier:

So oder so – ich freue mich, wenn ich Dich jetzt um den großen dicken fetten Stein herumgeführt habe. Bleib selbst-bewusst!

Deine Wegweiserin im Ernährungsdschungel

Foto Anja Rödel - Wegweiserin im Ernährungsdschungel

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