5 Dinge, die ich nicht in meiner Küche habe

Titel: 5 Dinge, die ich nicht in meiner Küche habe5 Dinge,
die ich nicht in meiner Küche habe

(und einige, die ich nicht mehr missen möchte)

Darf ich Dich heute einmal einladen zu einem Besuch in meiner privaten Küche? Ja? Oh, wie schön!
Ich hoffe, Du fühlst Dich wohl.
Wenn Du schon immer einmal wissen wolltest, wie es bei so „Ernährungsmenschen“ in der Küche aussieht, hast Du hier zumindest die Gelegenheit für meine Küche.

Was ist der Hintergrund für diesen Blogartikel?

Mir begegnen in den sozialen Medien, in Zeitschriften, in Dokus, in der Werbung immer wieder diese riesengroßen, top aufgeräumten, mit allem Komfort ausgestatteten Hochglanz-Küchen. Und immer denke ich mir: Wer hat so eine Küche zuhause? Ich kenne persönlich niemanden …
Sind wir doch einmal ehrlich: Viele Menschen leben in einer profanen Mietwohnung, die Küche „war halt schon drin“, eine neue Küche kostet selbst in günstigen Varianten schon ordentlich Geld, meistens ist wenig Platz und der Stil ein wenig – naja, sagen wir „älter“. Die Zeiten, als Küchen groß und als Wohnküchen gebaut wurden, sind lange her. Wer nicht gerade selbst ein Haus baut und alles neu nach den eigenen Vorstellungen gestalten kann, muss mit dem Vorlieb nehmen, was eben da ist.

Gleichzeitig wird durch die Medien suggeriert, was alles Tolles in einer Küche vorhanden sein muss, welches Gerät ein unbedingtes Must Have ist oder worauf Du aber keinesfalls verzichten kannst!

Ich mache da nicht mit! Und ich möchte Dich inspirieren und Dir zeigen, dass es auch „ohne“ geht – und dass Du Dir kein blödes Gefühl einreden lassen musst, wenn Du Deine Küche für Dich passend einrichtest.

Natürlich möchte ich auch niemandem seine Ausstattung schlechtreden. Was für mich passt, ist für jemand anderen nicht vorstellbar, und umgekehrt sollte Deine Küche eben auch zu Deinen Bedürfnissen passen. Ich bin da nicht missionarisch unterwegs, aber ich möchte Dich einladen, darüber nachzudenken: Was brauchst Du unbedingt, und was ist nur zusätzlicher Aufwand?

Kürzlich habe ich auf meiner Facebook-Seite auch die Frage gestellt, auf welches Küchengerät oder welches Küchenutensil meine Follower nicht mehr verzichten möchten – da kamen so viele unterschiedliche Antworten, wie wir Menschen verschieden sind. Vom Mixer bis zur Spülmaschine (um die es gleich noch mal gehen wird) war da alles dabei.

Und deshalb gibt es heute den exklusiven Einblick in meine eigene Küche und vor allem erzähle ich Dir,

welche 5 Dinge ich nicht in meiner Küche habe!

1. Ich habe keine Spülmaschine

Uff, wirst Du vielleicht jetzt denken, keine Spülmaschine? Ja, das ist das Gerät, auf das die meisten nicht verzichten möchten. Aber … ich habe für mich einige sehr gute Gründe dafür.

  • Meine Küche ist sehr klein. Beim Einrichten musste ich zwischen „Stauraum“ und „Bequemlichkeit“ entscheiden. Ich habe die Option Stauraum genommen.
  •  In unserem 2-Personen-Haushalt fällt nicht so viel Geschirr an, selbst für eine kleine Spülmaschine würde ich tagelang brauchen, bis sie voll ist.
  • Nach meinem Empfinden verbrauchen auch die sparsamsten Spülmaschinen einiges an Strom und Wasser. In meinem Spülbecken verbrauche ich keinen Strom und extrem wenig Wasser. Vor allem ist das gutes, sauberes Trinkwasser, mit dem ich sorgsam umgehen möchte.
  • Für eine Spülmaschine braucht es jede Menge spezielle Mittel – vom Tab bis zum Salz. Ich benötige nur normales Handspülmittel.
  • Und wenn ich noch auf eine viel persönlichere Empfindungs-Ebene gehen darf:
    Mit der Hand spülen lehrt mich wertschätzen, was ich habe. Ich gehe sorgsamer mit meinem Geschirr um und brauche nicht mehr als das Nötigste.

Und wie animiere ich mich nun jeden Tag zum „doofen Geschirrspülen“?
Indem ich diese 10, 15 Minuten als kleine Meditations- und Abschalte-Einheit ansehe. Ja, es sind wirklich nur 10 bis 15 Minuten – auch wenn eine Spülmaschine „nebenbei“ läuft, dauert mir das zu lange.

Versteh mich bitte nicht falsch – in einem Mehr-Personen-Haushalt oder dort, wo einfach viel Geschirr anfällt, ist eine Spülmaschine eine echt gute Sache.

2. Ich habe keine Mikrowelle

Jetzt höre ich schon den zweiten Aufschrei. 🙂
Für mich ist eine Mikrowelle tatsächlich überflüssig.

  • Bei mir gibt es keine Mikrowellen-Fertiggerichte oder ähnliches. Wenn ich etwas heiß haben möchte, setze ich es auf den Ofen – das gilt für Milch ebenso wie für das Resteessen. Ich bin da altmodisch.
  • Mal eben eine Schokoglasur für den Sonntagskuchen? Die schmilzt im Wasserbad auf dem Herd.
  • Für mich persönlich hat Essen aus der Mikrowelle immer einen metallischen Geschmack, den ich überhaupt nicht leiden kann.
  • So richtig durchgehend heiß wird das Essen darin meistens auch nicht.
  • Und wer putzt schon gerne eine Mikrowelle?

 

3. Ich habe keine Dunstabzugshaube

Ganz ehrlich: Für mich sind das nur lärmende Ungetüme. Außerdem renne ich mir an Dunstabzugshauben regelmäßig den Kopf an. Neee, darauf verzichte ich gerne. (Das ist übrigens auch der Grund, warum meine Oberschränke so hoch hängen – ich habe echt ein Talent, mir den Kopf daran zu stoßen!)
Ich habe ein großes Küchenfenster, das ich beim Kochen öffnen kann. Funktioniert ohne Strom und ohne Kopf-Aua.
Auch hier spielt für mich wieder der Putzfaktor eine große Rolle – ich kann mir Schöneres vorstellen, als eine Dunstabzugshaube zu säubern.

 

4. Ich habe keine Küchen-/Rührmaschine

Du weißt schon, Th****mix & Co. – ich habe einfach keinen Platz dafür auf meiner Küchenzeile. Rauf- und runterheben möchte ich solche Gerätschaften auch nicht immer … mir reicht mein normaler Handmixer und mein Pürierstab, und kochen tu ich ganz normal auf dem Herd. Ich würde so ein Exemplar wohl auch maximal ein- bis zweimal im Jahr nutzen, das steht also für mich in keinem Verhältnis.

 

5. Ich habe keinen Kaffeevollautomaten

Und so etwas kommt mir auch nicht in die Küche!
Ich liebe Kaffee – den aus meiner stinknormalen Filter-Kaffeemaschine. Auch hier sind für mich die Faktoren Umwelt, Aufwand, Putzen wieder stärker als alles andere.
Überall, wo ich solche Automaten sehe, denke ich meistens: Ach guck, es will Wasser oder Bohnen oder einen Reinigungsvorgang – ich will aber nur eine Tasse Kaffee, und zwar jetzt! Die kleinen Alukapselchen sind für mich aus Umwelt- und Kostengründen indiskutabel. Pad-Maschinen sind eine Alternative, aber da bekomme ich auch höchstens eine große Tasse, nicht mehrere, wenn ich Besuch habe … also, bislang hat mich da einfach noch kein Argument überzeugen können.

 

Was habe ich denn stattdessen – habe ich dann überhaupt etwas in meiner Küche??

Aber ja. Ich hatte das Glück, meine Küche nach meinen Bedürfnissen anpassen zu können. Mit tatkräftiger Unterstützung von meinem Mann, der im Eigenbau für einige wunderbare Extras gesorgt hat.

Es wird Zeit für ein paar Details aus meiner Küche, oder?


Sitzplatz & Kühlschrank


Mein Vorratsregal
(eine kleine Speisekammer habe ich außerhalb der Küche)

 

 

 

 


oben und unten 🙂

 
Küchenordnung, ganz wichtig!

Für mich persönlich gilt:

Je weniger ich in meiner Küche herumstehen habe, desto aufgeräumter sieht sie aus.
Hier kommt einfach mein Minimalismus-Gen durch.

  • Lieber mehr Stauraum als überbordende technische Geräte.
  • Je weniger Utensilien ich habe, desto weniger muss ich putzen und versorgen.
  • Je übersichtlicher alles ist, um so schneller bin ich, denn ich muss nichts suchen.
  • Ich wäge immer ab zwischen den Punkten Nutzen, Zeit, Umwelt, Kosten (ja, auch Folgekosten), Pflegeaufwand …

 

Worauf ich in meiner Küche nicht mehr verzichten möchte

1. Mein superscharfes, großes Küchenmesser
Mein Superhelden-Utensil! Schneidet mir ratzfatz alles an Zutaten klein, was es soll, liegt gut in der Hand und ist super-pflegeleicht.

2. Meine Kaffeemaschine und mein Wasserkocher
Naja, selbsterklärend, oder? 😉

3. Die Beleuchtung und die Mal-eben-schnell-Haken
Die DIY-Beleuchtung einschließlich Steckdosen verdanke ich meinem Mann. Die großen Haken halten mal eben schnell alles das fest, was aus dem Weg muss, aber in Sichtweite bitte – Rezepte, Einkaufszettel, zusätzliche Topflappen, auch mal einen Schöpflöffel und all sowas.

4. Die Regale, ebenfalls Marke Eigenbau
Ich hatte mir immer eine Aufbewahrungsmöglichkeit für all die Backbleche gewünscht – tadaa, heute habe ich eine. Damit haben wir auch eine Ecke genutzt, in der der Platz sonst verloren gewesen wäre, weil wir den Kühlschrank nicht bis ganz in die Ecke schieben konnten.


Backbleche – unten rechts

5. Der Küchentisch/Sitzplatz
Ich bin ein absoluter Fan von einem Sitzplatz in der Küche. Ich finde das sooo gemütlich. Deshalb ist bei mir auch nur eine Seite mit Schränken „zugebaut“. Bevor wir unsere eigene Küche eingebaut haben (die übrigens schon 2 Umzüge mitgemacht hat), bestand  die voher vorhandene Küche quasi links und rechts aus Schränken und Oberschränken. Für mich war das nichts, ich mag in meiner Küche nicht nur rumwerkeln, sondern auch das Essen – und meinen Kaffee – genießen.

Und wenn Du Dich jetzt schon gefragt hast, wo denn der Zusammenhang mit meinen sonstigen Themen – essen, abnehmen, bewegen, Selbst-Bewusstsein – ist: Genau da. Dein Umfeld muss es Dir leicht machen, gut zu essen. Dazu gehört auch das Küchen-Umfeld – eine Küche, in der Du Dich gerne aufhältst, die Dich inspiriert und Dich animiert, gut für Dich zu sorgen! 🙂

Und vor allem ist es mir wichtig, dass wir uns nicht kirre machen lassen von der gephotoshopten Scheinwelt da draußen. Von all den „Must haves“, auf die wir angeblich nicht mehr verzichten können. Von stylishen, glänzenden, modernsten Küchen, die für die meisten Menschen ja doch utopisch sind. Inspiration ja – schlechtes Gewissen nein!
Bist Du dabei? Wie wohl fühlst Du Dich in Deiner Küche?

In diesem Sinne: Bleib selbst-bewusst!
Deine Wegweiserin im Ernährungsdschungel

Foto Anja Rödel - Wegweiserin im Ernährungsdschungel

P. S.: Ich hoffe, Dir hat der Einblick in meine private Küche gefallen. Wenn Du zu irgendwas eine Detailfrage hast, her damit! Ich antworte gerne.

Und wenn  Du gerne mehr Inspirationen von mir möchtest – wie wäre es mit meinem Futter-, ääääh Newsletter? Den bekommst Du einmal pro Woche (meistens montags) in Dein E-Mail-Postfach, mit Impulsen, Tipps und Input rund um den Durchblick im Ernährungsdschungel. Zum Newsletter kommst Du hier (klick).

 

 

2 Gedanken zu „5 Dinge, die ich nicht in meiner Küche habe

  1. Liebe Anja, da haben wir einiges gemeinsam.
    Ich bin mit meiner War-schon-drin-Küche rundum zufrieden.
    Auch ich würde niemals meine Kaffee-Filtermaschine hergeben. Automatenkaffee schmeckt mir gar nicht.
    Eine Mikrowelle hat schon meine Mutter nie besessen. Ich habe also nie gelernt, was ich damit überhaupt anfangen sollte.
    Eine Küchenmaschine hat mir meine Mutter 1993 geschenkt, als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Ich habe sie seitdem wohl so ca. 50 mal benutzt. Steht im Schrank, weil auf der Arbeitsfläche nicht genug Platz ist.
    Wie Du schon schreibst, es muss für einen selbst funktionieren.

    Viele Grüße
    Dagmar

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